Degussa ESG-Aktienfonds mit Einflussmöglichkeiten für Anleger

Die Degussa Bank lässt einen neuen Aktienfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit auflegen. Der ‚Degussa Bank Nachhaltigkeitsfonds Akzentuiert‘ investiert weltweit in Aktien unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und Governance-Kriterien (ESG).

Das Besondere des Fondskonzeptes: Die Anleger können Einfluss auf die Schwerpunktsetzung innerhalb des Aktienportfolios nehmen.

Einmal im Jahr werden die Investoren im Rahmen einer digitalen Abstimmung nach ihren Präferenzen innerhalb des ESG-Spektrums befragt. Sie können eine Gewichtung von sechs Subkategorien vornehmen, die den drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales und Governance zugeordnet sind.

Die von den Anlegern vorgenommene Gewichtung dient dem Fondsmanagement als Indikation für die Auswahl der Titel.

Wertzuwachs mit Berücksichtigung der ESG-Kriterien

Ziel des Fonds (ISIN DE000A2QK5P8 + WKN A2QK5P) ist es, einen möglichst hohen Wertzuwachs zu erreichen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der ESG-Kriterien. Der Fondsstart war am 6. April 2021 mit einem Volumen von einer Million Euro.

Dieses soll in den ersten zwölf Monaten bis auf 50 Millionen ausgebaut werden. Michael Horf, Vorstandsmitglied der Degussa Bank AG, kommentiert:

Wir bieten Privatanlegern mit dem Degussa Bank Nachhaltigkeitsfonds Akzentuiert die einmalige Möglichkeit, auf die Schwerpunktsetzung des Fondsportfolios kontinuierlich Einfluss zu nehmen. Dieser partizipative Ansatz ist eine absolute Neuheit.

Nachhaltigkeit beziehungsweise ESG ist ein großes Thema mit vielen Facetten. Daher fragen wir unsere Investoren einmal im Jahr, welche Aspekte ihnen wichtig sind. Anschließend streben wir an, genau diese Themen stärker zu gewichten.“

Anleger können einmal im Jahr sechs Nachhaltigkeitskategorien gewichten

Wie genau funktioniert die Befragung der Anleger? Insgesamt stehen sechs Kategorien zur Auswahl:

Davon sind drei dem Bereich E zugeordnet (Umweltmanagement, Produkte & Dienstleistungen, Öko-Effizienz). Zwei Kategorien sind dem Bereich S zugeordnet (Mitarbeiter & Zulieferer, Gesellschaft & Produktverantwortung) und eine Kategorie dem Bereich G (Corporate Governance & Wirtschaftsethik).

Die Kategorien orientieren sich an der Struktur der ESG-Ratings der Agentur ISS (Institutional Shareholder Services Germany), eine der etablierten Rating-Agenturen im Bereich ESG.

Horf führt aus: „Bei der Auswahl der Einzeltitel orientieren wir uns am Ratingergebnis der Unternehmen in der jeweiligen Kategorie. Um beispielsweise das Kriterium Öko-Effizienz abzubilden, berücksichtigen wir die Unternehmen, die in dieser Kategorie am besten abgeschnitten haben – in Verbindung mit dem Gesamtrating des Unternehmens.“ Und weiter:

Die Gewichtung innerhalb des Fonds orientiert sich am Abstimmungsergebnis. Am Ende werden im Fonds jene Unternehmen stark gewichtet sein, die in den ESG-Kategorien, die Anleger favorisieren, sehr gut abgeschnitten haben.

Die Degussa Bank hat bereits vor dem Start des Fonds eine erste indikative Befragung durchgeführt.

Zur aktuellen Kundenbefragung erläutert Horf: „Anfang des Jahres haben wir rund 1.300 Kunden und potenzielle Kunden nach ihren ESG-Präferenzen befragt. Dabei haben die Anleger die Subkategorie Umweltmanagement am stärksten gewichtet. Diese umfasst beispielsweise Maßnahmen zur Emissionsreduzierung oder die Nutzung erneuerbarer Energien. Unternehmen, die in der vorgenannten Kategorie sehr stark sind, sollen im Fonds die größte Gewichtung erfahren.“

 

Bild: © mihacreative – stock.adobe.com

 

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