Verursacht die DSGVO Wettbewerbsnachteile?

Veröffentlichung: 15.01.2020, 11:01 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung ist für Unternehmen in Europa nicht nur mit viel Aufwand verbunden, sondern auch mit Nachteilen im internationalen Wettbewerb. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

(PDF)
Mann-zornig-wirft-Papier-103504616-AS-Drobot-DeanMann-zornig-wirft-Papier-103504616-AS-Drobot-DeanDrobot Dean – stock.adobe.com

So hat rund ein Drittel der Unternehmen in Deutschland nach eigenen Angaben Wettbewerbsnachteile durch die DSGVO.

Dabei haben vor allem Industriedienstleister mit der DSGVO zu kämpfen: 37 Prozent von ihnen fühlen sich nach eigenen Angaben benachteiligt. Bei Firmen aus dem Handwerk berichten 29 Prozent von Nachteilen.

Hoher Aufwand und hohe Strafen

Unternehmen kritisieren vor allem den hohen Aufwand, der nötig ist, um die Verordnung umzusetzen und einzuhalten. Außerdem enthält sie zum Teil strengere Regelungen als das Bundesdatenschutzgesetz.

Dies macht sich zum Beispiel im Marketing bemerkbar, weil sich die Unternehmen für personalisierte Onlinewerbung in der Regel erst die Einwilligung der Kunden einholen müssen. Ein weiterer Nachteil sind die potenziell drakonischen Strafen, die bei vielen Unternehmen zu Rechtsunsicherheit führen.

Vorteile für digitale Unternehmen

Aber 5 Prozent der Unternehmen sehen auch Vorteile in der DSGVO. Am häufigsten nannten die Unternehmen die Chance auf mehr Gewinn. Denn Kunden, für die der Datenschutz besonders wichtig ist, könnten sich nun eher für ein Unternehmen entscheiden, das sich an die DSGVO und damit an hohe Datenschutzstandards halten muss.

Dabei ist auffällig, dass digitalisierte und innovative Unternehmen die DSGVO eher als vorteilhaft empfinden, obwohl sie gleichzeitig den Aufwand der Umsetzung als höher einschätzen.

Barbara Engels, Studienautorin, erklärt:

„Diese zukunftsgerichteten Unternehmen sind eher vom positiven Charakter der DSGVO überzeugt. Das zeigt, dass ein hohes Datenschutzniveau auch aus wirtschaftlicher Perspektive wichtig und richtig ist.“

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Brexit-Wecker-225138631-FO-tanaonteBrexit-Wecker-225138631-FO-tanaonte
International

Hard Brexit würde besonders deutsche Unternehmen treffen

Nur noch wenige Monate bleiben der Politik für alle Beteiligten, den Brexit-Vertrag zuzustimmen und damit eine Einigung beim Brexit zu erreichen. Wenn dies nicht gelingt, würden die Briten ohne Freihandelsabkommen die EU verlassen. 
Schloss-Netzwerk-119167400-FO-SergeySchloss-Netzwerk-119167400-FO-Sergey
International

Die Datenschutz-Folgenabschätzung - zentraler Bestandteil der DSGVO

Die neue EU-weite Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) steht vor der Tür. Und dass es die Europäische Union mit der Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) richtig ernst meint, das beweisen die neuen Bußgelder. Bis zu vier Prozent, oder 20 Millionen Euro des weltweiten Umsatzes einer Firma, können für Verstöße angesetzt werden!
Die Nachfrage nach studentischem Wohnraum könnte an einigen Hochschulstandorten vorübergehend nachlassen. Der MLP Studentenwohnreport 2026 warnt jedoch vor einer vertanen Atempause: Langfristig dürften die Studierendenzahlen wieder steigen, während die Bautätigkeit vielerorts bereits zurückgeht.Die Nachfrage nach studentischem Wohnraum könnte an einigen Hochschulstandorten vorübergehend nachlassen. Der MLP Studentenwohnreport 2026 warnt jedoch vor einer vertanen Atempause: Langfristig dürften die Studierendenzahlen wieder steigen, während die Bautätigkeit vielerorts bereits zurückgeht.Redaktion experten.de / KI-generiert
Immobilien

Studentenwohnungen: Die kurze Atempause am Wohnungsmarkt könnte ungenutzt verstreichen

An einigen Hochschulstandorten schwächt sich die Nachfrage nach studentischem Wohnraum vorübergehend ab. Doch Entspannung ist das noch lange nicht: Während die Bautätigkeit vielerorts zurückgeht, dürften die Studierendenzahlen langfristig wieder steigen. Der MLP Studentenwohnreport sieht deshalb gerade jetzt ein Zeitfenster – das sich wieder schließen könnte.
Studieren wird zur Wohnkostenfrage: Die BAföG-Pauschale von 380 Euro reicht laut MLP Studentenwohnreport 2026 unter 38 untersuchten Hochschulstandorten nur noch in Chemnitz für die kalkulierte Warmmiete einer 30-Quadratmeter-Musterwohnung. Besonders stark verteuern sich ausgerechnet kleine Wohnungen.Studieren wird zur Wohnkostenfrage: Die BAföG-Pauschale von 380 Euro reicht laut MLP Studentenwohnreport 2026 unter 38 untersuchten Hochschulstandorten nur noch in Chemnitz für die kalkulierte Warmmiete einer 30-Quadratmeter-Musterwohnung. Besonders stark verteuern sich ausgerechnet kleine Wohnungen.Redaktion experten.de / KI-generiert
Gesellschaft

BAföG-Pauschale reicht nur noch in einer von 38 Hochschulstädten

380 Euro sieht das BAföG derzeit für die Wohnkosten auswärts lebender Studierender vor. Der MLP Studentenwohnreport zeigt jedoch, wie weit dieser Betrag vielerorts von den tatsächlichen Angebotsmieten entfernt ist: Für eine kleine Musterwohnung reicht die Pauschale unter 38 untersuchten Hochschulstandorten nur noch in einer Stadt. Besonders problematisch ist, welches Wohnungssegment sich derzeit am stärksten verteuert.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

Beihilfe im Wandel
Ausgabe 10/26

Beihilfe im Wandel

Dr. Günther Blaich, Dr. Gerd Sautter und Fabian Ober - INTER
"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"
Ausgabe 07/26

"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"

Klaus Liebig und Robert Schmidt, Geschäftsführer der vfm Gruppe
"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht