Trade Republic erweitert Handelsplattform

Veröffentlichung: 02.07.2026, 11:07 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

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Christian HeckerChristian HeckerTrade-Republic

Mit Hollywood-Star Brad Pitt startet Trade Republic seine bislang größte Werbekampagne – und baut gleichzeitig seine Handelsplattform grundlegend um. Bestpreis-Ausführung, Direktpreis-Orders an 30 Börsen und ein neues Web-Terminal markieren den bislang größten Technologiesprung des Berliner Neobrokers.

Trade Republic erweitert seine Handelsplattform um eine automatische Bestpreis-Ausführung über alle relevanten Börsen, eröffnet den direkten Zugang zu 30 Handelsplätzen weltweit und führt ein kostenloses Web-Terminal mit professionellen Analysewerkzeugen ein. Für Anleger bedeutet das mehr Transparenz bei der Orderausführung und erstmals den Zugriff auf Funktionen, die bislang überwiegend professionellen Marktteilnehmern vorbehalten waren.

PFOF-Verbot: Warum Trade Republic seine Handelsplattform jetzt umbaut

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Seit dem 1. Juli gilt in Deutschland das europäische Verbot von Payment for Order Flow (PFOF). Damit entfällt für Neobroker eine wichtige Einnahmequelle: Rückvergütungen von Handelsplätzen für die Weiterleitung von Kundenorders. Trade Republic hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren bereits breiter aufgestellt, reagiert mit der neuen Handelsinfrastruktur aber zugleich auf die veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen. Nach Angaben von Mitgründer Christian Hecker machten PFOF-Einnahmen zuletzt noch rund 18 Prozent des Unternehmensumsatzes aus.

„Was unsere Ingenieure entwickelt haben, ist ein bedeutender Schritt für unsere Kunden. Wir verbinden sie mit 30 globalen Börsen, verarbeiten Live-Marktdaten in Echtzeit und übersetzen komplexe Marktinfrastruktur in eine einfache Produkterfahrung“,

sagt Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic.

„Mit über zehn Millionen Kunden können wir Menschen Zugang zu Tools und Marktinfrastruktur geben, die bislang institutionellen Investoren, Banken und Hedgefonds vorbehalten waren. Das ist für uns der Kern der Demokratisierung des Investierens.“

Bestpreis-Ausführung: Orders werden automatisch zum besten Börsenpreis ausgeführt

Herzstück der neuen Plattform ist ein Bestpreis-Algorithmus. Dieser vergleicht die handelbaren Echtzeitkurse über alle relevanten Börsen und führt Kauf- und Verkaufsorders automatisch zum günstigsten verfügbaren Preis aus. Nach Unternehmensangaben erfolgt dies unabhängig von der Ordergröße. Kunden zahlen dafür weiterhin eine Abwicklungspauschale von einem Euro pro Trade.

Direktpreis-Orders: Handel an 30 Börsen weltweit

Wer seinen Handelsplatz selbst bestimmen möchte, kann künftig zwischen 30 Börsen wählen – darunter Xetra, Euronext, Nasdaq und NYSE. Direktpreis-Orders kosten zwei Euro je Transaktion. Ergänzend zeigt Trade Republic sowohl das aggregierte Orderbuch als auch die Orderbücher einzelner Börsen kostenlos in Echtzeit an und erhöht damit die Transparenz der Preisbildung.

Neues Web-Terminal richtet sich an aktive Anleger

Parallel führt Trade Republic ein browserbasiertes Web-Terminal ein. Professionelles Charting, individuell konfigurierbare Workspaces, Aktien- und Derivate-Screener, Portfolioanalysen sowie Live-Marktdaten stehen ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Damit erweitert der Broker sein Angebot gezielt für aktive Anleger.

Neue Handelsplattform stärkt die Position von Trade Republic im Brokerage

Mit der neuen Handelsinfrastruktur reagiert Trade Republic auf veränderte regulatorische Rahmenbedingungen und erweitert gleichzeitig die eigene technologische Wertschöpfung. Die Kombination aus Bestpreis-Ausführung, Direktbörsenhandel und professionellen Analysetools zeigt, dass der Wettbewerb im Brokerage zunehmend über Handelsqualität, Transparenz und digitale Infrastruktur geführt wird.


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