„Geldanlage ist eng mit der jeweiligen Lebensphase verknüpft“
Unabhängig vom Alter bleibt Sicherheit das wichtigste Kriterium bei der Geldanlage. Doch bei Flexibilität und Rendite zeigen sich deutliche Unterschiede – geprägt von Lebensphase und Risikoneigung.
Auch wenn sich die Anlageformen zwischen den Generationen deutlich unterscheiden, bleibt ein Aspekt konstant: Sicherheit steht bei der Geldanlage weiterhin an erster Stelle. Das zeigt die aktuelle Studie der BarmeniaGothaer Asset Management AG in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa.
Demnach nennen 47 Prozent der Befragten Sicherheit als wichtigsten Faktor bei der Geldanlage – mit deutlichem Abstand vor Flexibilität (26 Prozent) und Rendite (13 Prozent). Damit bleibt das Sicherheitsbedürfnis generationenübergreifend der zentrale Anker.
Flexibilität gewinnt mit dem Alter an Bedeutung
Im Detail zeigen sich jedoch klare Unterschiede. Während Sicherheit in allen Altersgruppen dominiert, verschieben sich die Prioritäten bei den nachgelagerten Kriterien. Ältere Anleger messen der Flexibilität ihres Kapitals eine höhere Bedeutung bei als jüngere. So nennen 29 Prozent der über 60-Jährigen die freie Verfügbarkeit ihres Geldes als wichtigsten Aspekt – bei den unter 30-Jährigen sind es lediglich 23 Prozent. Diese Verschiebung lässt sich vor allem mit der Lebensphase erklären: Mit zunehmendem Alter steigt das Bedürfnis nach Liquidität und kurzfristiger Verfügbarkeit.
Renditeorientierung bei Jüngeren stärker ausgeprägt
Umgekehrt gewichten jüngere Anleger die Rendite stärker. Für 19 Prozent der unter 30-Jährigen ist sie das wichtigste Anlagekriterium. Bei den über 60-Jährigen trifft dies nur auf acht Prozent zu. Die Zahlen verdeutlichen: Während ältere Generationen stärker auf Stabilität und Verfügbarkeit achten, sind jüngere Anleger eher bereit, für höhere Renditechancen zusätzliche Risiken einzugehen. „Geldanlage ist eng mit der jeweiligen Lebensphase verknüpft“, sagt Anton Buchhart, Vorstand der BarmeniaGothaer Asset Management. „Jüngere Menschen sind tendenziell stärker wachstumsorientiert und nutzen neue Anlageformen. Mit zunehmendem Alter gewinnt Flexibilität stärker an Bedeutung.“
Gemeinsame Basis – unterschiedliche Ausprägung
Trotz dieser Unterschiede zeigt die Studie auch eine verbindende Linie: Sicherheit bleibt über alle Altersgruppen hinweg der wichtigste Bezugspunkt der Geldanlage. Die Unterschiede liegen weniger im Ziel selbst als vielmehr in der Interpretation: Während jüngere Anleger Sicherheit stärker im Kontext langfristiger Renditechancen betrachten, verstehen ältere Generationen darunter vor allem Kapitalerhalt und Verfügbarkeit.
Damit wird deutlich: Geldanlage folgt keiner einheitlichen Logik – sondern entwickelt sich entlang individueller Lebensphasen und Bedürfnisse.
Über die Studie:
Die Studie zum Anlageverhalten der Deutschen wurde im Auftrag der BarmeniaGothaer Asset Management AG vom Meinungsforschungsinstitut forsa vom 5. bis 8. Januar 2026 durchgeführt. Befragt wurden rund 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren im Rahmen computergestützter Telefoninterviews. Die Auswahl erfolgte repräsentativ nach einem systematischen Zufallsverfahren.
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