Deutsche Bank veröffentlicht Geschäftsbericht 2025 – Rekordgewinn und Strategie bis 2028
Die Deutsche Bank hat am 12. März 2026 ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die testierten Zahlen bestätigen die bereits Ende Januar vorgelegten vorläufigen Ergebnisse. Der Bericht enthält den Jahresabschluss, die Nachhaltigkeitserklärung, den Vergütungsbericht sowie den Ausblick für das Jahr 2026.
Rekordgewinn im Geschäftsjahr 2025
Nach Angaben der Bank war das Jahr 2025 das profitabelste in der Geschichte des Instituts. Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Der Nachsteuergewinn erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf 7,1 Milliarden Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.
Die Erträge wuchsen um sieben Prozent auf 32,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank der zinsunabhängige Aufwand um zehn Prozent auf 20,7 Milliarden Euro.
Die Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) lag bei 10,3 Prozent, während die Aufwand-Ertrag-Relation mit 64 Prozent im Zielkorridor der Bank blieb.
Kapitalquote und Ausschüttungen
Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg zum Jahresende 2025 auf 14,2 Prozent, nach 13,8 Prozent im Jahr zuvor.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt die Deutsche Bank eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Zusammen mit einem Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro belaufen sich die Ausschüttungen an Aktionäre auf 2,9 Milliarden Euro.
Seit 2021 summieren sich die Kapitalausschüttungen damit auf 8,5 Milliarden Euro und liegen über dem ursprünglichen Ziel von acht Milliarden Euro.
Strategie: Ausbau der „Globalen Hausbank“
Im Geschäftsbericht skizziert die Deutsche Bank die nächste strategische Phase für den Zeitraum 2026 bis 2028. Ziel ist der weitere Ausbau der sogenannten „Globalen Hausbank“ mit der langfristigen Vision, ein europäischer Champion im Bankgeschäft zu werden.
Zu den wichtigsten finanziellen Zielgrößen bis 2028 gehören:
- Rendite auf materielles Eigenkapital (RoTE) von über 13 Prozent
- Aufwand-Ertrag-Relation unter 60 Prozent
- harte Kernkapitalquote im Bereich von 13,5 bis 14 Prozent
Ab 2026 soll zudem die Ausschüttungsquote auf 60 Prozent steigen. Liegt die Kernkapitalquote dauerhaft über 14 Prozent, könnten zusätzliche Ausschüttungen erfolgen.
Ausblick für das Jahr 2026
Für das Jahr 2026 erwartet die Deutsche Bank einen leichten Anstieg der Konzernerträge auf rund 33 Milliarden Euro. Wachstum wird in allen vier Geschäftsbereichen erwartet:
- Unternehmensbank mit steigenden Provisionserträgen
- Investmentbank mit höheren Einnahmen im Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft
- Privatkundenbank mit stärkerem Geschäft bei Anlageprodukten und Einlagen
- Vermögensverwaltung mit steigenden Verwaltungsgebühren
Die Bank rechnet weiterhin mit einer Aufwand-Ertrag-Relation von unter 65 Prozent. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft dürfte im Jahr 2026 leicht zurückgehen.
Vergütung und ESG-Fortschritte
Die Gesamtvergütung der Mitarbeitenden lag im Jahr 2025 bei 11,1 Milliarden Euro. Davon entfielen 8,1 Milliarden Euro auf Grundgehälter und 2,7 Milliarden Euro auf variable Vergütung.
Im Bereich Nachhaltigkeit meldet die Bank ein kumuliertes Volumen von 471 Milliarden Euro an nachhaltigen Finanzierungen und Anlagen seit 2020. Bis zum Jahr 2030 soll dieses Volumen auf 900 Milliarden Euro steigen.
Einordnung
Mit dem Geschäftsbericht bestätigt die Deutsche Bank ihre Strategie, Profitabilität, Kapitalstärke und Ausschüttungen parallel zu erhöhen. Gleichzeitig setzt das Institut auf weiteres Wachstum in der Investmentbank, der Unternehmensbank sowie im Vermögensmanagement.
Quelle: Deutsche Bank, 12. März 2026.
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