Steffens sagt Ende der PKV voraus
Die neue Chefin der Techniker Krankenkasse der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens Barbara Steffens sagt geht von einem Ende der Privaten Krankenversicherung aus. Dies sagte sie gegenüber RP online in einem Interview.
Da die Beiträge immer höher werden und vor allem Senioren sich diese nicht mehr leisten können, ist ihrer Meinung nach das Ende der PKV nur noch eine Frage der Zeit. Denn es sei auch unsolidarisch, als junger Mensch mit der PKV zu sparen und wenn diese dann im Alter teuer wird, in die GKV zu wechseln.
Barbara Steffens erklärt:
„ ... wegen der Minizinsen gelingt es den Anbietern immer weniger, Altersrückstellungen aufzubauen. Nun ist es Aufgabe des Staates, das Zusammengehen von PKV und GKV in ordentliche Bahnen zu lenken, damit nicht am Ende die Solidargemeinschaft draufzahlt.“
Zudem wird laut der Chefin der TK in Deutschland zu oft operiert, was sie auch mit Zahlen belegt.
Barbara Steffens dazu:
„Die TK bietet seit Jahren spezielle Angebote zum Thema Zweitmeinung. Die Ergebnisse sind erstaunlich: Bei mehr als 70 Prozent unserer Versicherten, die vom Arzt eine Krankenhauseinweisung für eine Hüft-OP bekommen haben, war eine OP unnötig. Bei Rücken-OPs waren es sogar 90 Prozent.“
Bild: © STUDIO GRAND OUEST / fotolia.com
Themen:
LESEN SIE AUCH
22 Krankenkassen erhöhen mitten im Jahr den Beitrag
Wettbewerbsverzerrung in der Krankenversicherung beenden
Rückkehr in die GKV als letzter Ausweg: Warum das oft ein Trugschluss ist
Neue Regelungen in der Kranken- und Pflegeversicherung 2024
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
EEG-Reform unter Druck: Ministeriumsentwurf trifft auf ökonomische Realität
Reiche gerät unter Druck – Merz mahnt zur Zurückhaltung
Steuerreform: Mehrheit will Reiche stärker belasten
KfW Capital startet Wachstumsfonds II – Milliardenvehikel für Europas Start-ups
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.














