„Menschen investieren nicht in Gold, um reich zu werden, sondern um nicht arm zu werden“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG.
Anleger mit entsprechender Erfahrung und einer glücklichen Hand können durchaus Kursgewinne realisieren, doch der Großteil setzt die Priorität beim Golderwerb auf die Vermögensabsicherung. Begründen lässt sich die Stabilität von Gold in seiner seit Jahrtausenden bewährten Funktion als weltweit sicheres Tausch- und Zahlungsmittel und mit seiner begrenzten Menge. Im Gegensatz zu nationalen Währungen lässt es sich nicht unbestimmt vermehren.
Optimaler Einstiegspunkt
Vor allem zu wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten werden Befürchtungen bezüglich der finanziellen Absicherung laut. Der Besitz von physischem Gold ermöglicht es, Vermögen und Liquidität unabhängig von Banken und Regierungen zu halten.
Seit jeher gilt Gold als sicherer Hafen, auch wenn sich der Goldkurs, wie aktuell, unspektakulär seitlich bewegt. Es ist zu beobachten, dass politische und wirtschaftliche Nachrichten den Kurs lange nicht so stark beeinflussen wie vor einigen Jahren. Da es seit Ende der Eurokrise keine großen Auf- und Abwärtstrends gibt, spielt der Zeitpunkt des Einstiegs nur eine untergeordnete Rolle. Bei regelmäßigen Investitionen glätten sich überdies kurzfristige Schwankungen.
Münzen, Barren oder Papiergold
Ein Investment in Gold eignet sich prinzipiell für jeden, der sein Vermögen auf unterschiedliche Arten absichern möchte.
Der ESG-Experte dazu:
„Es empfiehlt sich 10 bis 20 Prozent des eigenen Kapitals in das Edelmetall zu investieren.“
Für eine kurzfristige Investition eignet sich physisches Gold eher nicht, da die Aufschläge bei Barren und Münzen aufgrund von Produktions-, Präge- und Logistikkosten höher sind, als bei Wertpapieren oder Fonds.
Zudem ist die Veräußerung von Anlagegold nach einer Haltedauer von 12 Monaten steuerfrei. Banken und Edelmetallhändler bieten eine große Auswahl an Gold zu Investmentzwecken.
Lochmann empfiehlt:
„Wir raten auf gängige Barren oder Investmentmünzen, wie den Krügerrand, zurückzugreifen. Deren Kaufpreis bewegt sich im Vergleich zu Sammlermünzen nahe am Spot – dem jeweils aktuellen Edelmetallpreis – und sie können jederzeit problemlos verkauft werden.
Wer besonders günstig Gold erwerben möchte, kann auf sogenannte Resale-Barren diverser Händler achten. Durch kleine Makel können diese nicht mehr als prägefrisch verkauft werden. Auf den tatsächlichen Wert des Goldes wirkt sich das jedoch nicht aus.“
Richtig aufbewahren
Vor dem Kauf gilt es des Weiteren zu überlegen, ob man die Edelmetallanlage zuhause in einem passenden Versteck oder Tresor aufbewahren, oder aber in einem Bankschließfach verwahren lassen möchte. Hierzu sollte man Faktoren wie den geplanten Wert des Goldinvestments, die Verfügbarkeit und die Sicherheit berücksichtigen. In jedem Fall sollte unbedingt die vorhandene Hausratversicherung informiert, oder eine speziell orientierte Versicherung zu Rate gezogen werden.
Bild: © Christoph Burgstedt / fotolia.com
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