PKV: Altersrückstellungen über Rekordmarke von 250 Milliarden Euro
Im ersten Halbjahr 2018 haben die Alterungsrückstellungen der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung die Rekordmarke von 250 Milliarden Euro überschritten.
Damit hat sich die Demografie-Rücklage der Versicherten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, denn sie betrug 123,6 Milliarden Euro Ende 2007.
Uwe Laue, Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), erklärte:
„Trotz Niedrigzins-Umfeld konnte die PKV 2017 eine Nettoverzinsung von 3,5 Prozent erwirtschaften – das müssen uns andere erst mal nachmachen.“
Allein 2017 wuchsen die Rückstellungen um 12,3 Milliarden Euro. Rechnerisch steigen sie laut Laue jeden Tag um 34 Millionen Euro weiter.
Uwe Laue sagt:
„Mit den Alterungsrückstellungen sind Privatversicherte gut auf den demografischen Wandel vorbereitet. Anders als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kalkuliert die PKV die Beiträge so, dass die Versicherten von Beginn an Vorsorge dafür treffen, dass im Alter der Bedarf an Leistungen steigt.
Dadurch belasten die neun Millionen Privatversicherten nachfolgende Generationen nicht mit der Finanzierung ihrer Gesundheitskosten im Alter, sie entlasten die Steuer- und Beitragszahler von morgen.“
Zudem haben die Alterungsrückstellungen positive volkswirtschaftliche Effekte, denn laut Laue ermöglicht der PKV-Kapitalstock mehr Investitionen und hilft dabei, die Wirtschaft zu stärken.
Auf der Internetseite Zukunftsuhr.de wird die Entwicklung der Alterungsrückstellungen der Privaten Krankenversicherung in Echtzeit gezeigt und deren Funktionsweise erläutert.
Bild: © tankist276 / fotolia.com
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