Vivy – die digitale Gesundheitsakte für alle
Bis zu 25 Millionen Versicherte können künftig von der elektronische Gesundheitsakte profitieren, denn gesetzliche und private Krankenversicherungen bringen erstmals eine gemeinsam auf den Weg.
Mit dem digitalen Angebot namens „Vivy“ bieten Betriebs-, Ersatz- und Innungskrankenkassen sowie private Krankenversicherungen ihren Versicherten die Möglichkeit, ihre persönlichen Gesundheitsdaten in einer App zu verwalten.
Versicherte können über die Vivy-App Gesundheitsdaten wie Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne, Notfalldaten und Impfinformationen speichern.
Von Beginn an wird die systemübergreifende Lösung Vivy unterstützt von der BITMARCK sowie von der Allianz Privaten Krankenversicherung, der Barmenia, der Gothaer und der Süddeutschen Krankenversicherung. Vivy ist ein industrieunabhängiges deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin.
Der Nutzer entscheidet
Auch will Vivy Nutzern jederzeit als digitale Gesundheitsassistentin zur Seite stehen. Dabei sollen nur die Versicherten selbst entscheiden, welche Informationen sie in der App speichern und an wen sie diese weitergeben möchten. Sie entscheiden, welche Daten sie mit einem Arzt oder weiteren Akteuren im Gesundheitssystem teilen wollen.
Die Daten sind umfänglich mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert, für die ausschließlich der Versicherte selbst den Schlüssel hat. Gehostet wird die digitale Akte ausschließlich auf Servern in Deutschland, sodass die hohen europäischen Datenschutzbestimmungen für Sicherheit sorgen.
Andreas Strausfeld, Vorsitzender der BITMARCK-Geschäftsführung, erläutert:
„Mit einer gemeinsamen Plattform von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen treiben wir die digitale Transformation im deutschen Gesundheitswesen voran. Die Versicherten nutzen im Alltag immer mehr digitale Prozesse und erwarten solche Möglichkeiten auch im Bereich ihrer Gesundheit. Als IT Dienstleister von mehr als 90 Krankenkassen mit über 20 Millionen Versicherten entwickeln wir mit dieser zukunftsweisenden Lösung die Digitalisierung unserer Kassen entscheidend weiter.“
Mehrwert von Vivy
Vivy trägt dazu bei, dass Mehrfachbehandlungen reduziert, Medikamenten-Unverträglichkeiten besser erkannt und Therapien unter Berücksichtigung vorangegangener Erkrankungen zielgenauer festgelegt werden können. Vivy bietet zudem eine Erinnerungsfunktion für Arzttermine und die Medikamenteneinnahme und lässt Versicherte ihre Überweisungen oder Leistungsübersichten unkompliziert verwalten.
Die elektronische Gesundheitsakte ist Teil eines neuen Gesundheitsökosystems, das den Patienten mit Praxen, Laboren, Krankenhäusern sowie Krankenkassen und -versicherungen verbindet. Die App wird von der gleichnamigen deutschen Vivy GmbH betrieben und von den anbietenden Kassen und Versicherungen als Service für ihre Kunden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Nutzung ist freiwillig.
Die ersten Kassen und Versicherungen werden bereits ab Juli damit beginnen, ihren Versicherten die neue Gesundheitsakte anzubieten.
Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, betont:
„Mit dieser Gesundheitsakte werden wir Patienten ein Instrument in die Hand geben, mit dem sie erstmals selbst in umfassender Weise über ihre medizinischen Daten verfügen können. Damit stärken wir ihre Selbstbestimmung im Versorgungsprozess. Leistungserbringer profitieren davon, wenn Patienten ihnen unkompliziert Daten zur Verfügung stellen können. Durch die Bündelung verschiedener Informationen beim Patienten selbst können Behandlungen gezielter erfolgen und Risiken minimiert werden.“
Komfortabler Einsatz für Ärzte und Therapeuten
Ärzte können Untersuchungsdaten beispielsweise in der Vivy-App ihrer Patienten bereitstellen, sie brauchen keine Software dafür zu installieren. Es genügt ein Web-Upload aus ihrer Praxissoftware heraus oder sogar ein Fax an Vivy. Die Kooperation zwischen den verschiedenen privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen gewährleistet, dass Ärzte und Therapeuten nicht Dutzende Lösungen kennen müssen.
Bild: © sdecoret / fotolia.com
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