Betriebsunterbrechungen sind größtes Cyber-Risiko
Mehr als drei Viertel der befragten Manager aus der Energiebranche gaben an, dass sie Betriebsunterbrechungen als schwerwiegendste Folge einer Cyber-Attacke fürchten. Dies kam in Rahmen einer Umfrage des Industrieversicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh heraus.
Der Report „Could Energy Industry Dynamics Be Creating an Impending Cyber Storm?“ stützt sich auf die Ergebnisse des Marsh-Microsoft Global Cyber Risk Perception Survey. Er beleuchtet die bedeutendsten Schadensszenarien durch Cyber-Angriffe für den Energiesektor, die Selbsteinschätzung der Branche hinsichtlich ihres Cyber-Risikos und die Frage, wie die Unternehmen dieses Risiko künftig steuern wollen.
Betriebsunterbrechungen generell zunehmendes Risiko
Dabei verwiesen die Manager nicht nur auf die wachsende Bedrohung von Cyber-Angriffen für die Energiebranche, sondern betonten, dass Betriebsunterbrechungen generell ein zunehmendes Risiko darstellen.
26 Prozent der Befragten bestätigten, dass ihr Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Opfer einer erfolgreichen Cyber-Attacke war.
Obgleich mehr als die Hälfte der Befragten aus der Energiebranche das Cyber-Risiko auf einem der ersten fünf Plätze im Risiko-Ranking sehen, gaben 54 Prozent an, entweder gar nicht zu wissen, welches ihr schlimmstes Schadensszenario sei, oder aber den möglichen Schaden nicht beziffern zu können.
Verstärkte Investitionen in das Cyber-Risikomanagement
77 Prozent der Befragten wollen im Hinblick auf ihr Unternehmen verstärkt in das Cyber-Risikomanagement investieren, während 26 Prozent angaben, Cyber-Versicherungen abzuschließen oder den Versicherungsschutz ihres Unternehmens erhöhen zu wollen.
Dr. Michael Härig, Leiter des Branchenteams Power bei Marsh Deutschland, dazu:
„Es ist zwar erfreulich, dass mehr als drei Viertel der befragten Manager planen, stärker in das Cyber-Risikomanagement zu investieren. Doch die Tatsache, dass mehr als die Hälfte ihr Risiko noch nicht beziffern können, ist besorgniserregend. Unternehmen, die keine Planung zur Minimierung und Steuerung der Risiken durch Cyber-Angriffe haben oder noch nicht konkret wissen, wie hoch ihr Risiko überhaupt ist, sollten jetzt dringend handeln und sich gegen die möglichen Auswirkungen einer Attacke auf ihren Geschäftsbetrieb und ihre Systeme wappnen.“
Bild: © ra2 studio / fotolia.com
Themen:
LESEN SIE AUCH
Weltweit weiter steigende Preise für Industrieversicherungen
Teures Risiko: Cyber-Attacken
Preise für Industrieversicherungen steigen weltweit
Marsh: 80 Prozent der Cyber-Schäden wurden böswillig verursacht
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Solvency II: Kapitalpolster der Lebensversicherer wächst sprunghaft
Allianz Trade: Nahostkonflikt treibt Insolvenzen weltweit nach oben
Hiscox: Ransomware und die Illusion der Wiederherstellbarkeit
Schadenmanagement: Kunden wollen Geld und Menschen – Versicherer setzen auf Tempo und KI
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.














