Einen Überblick über die InsurTech-Szene gibt das von den Versicherungsforen Leipzig ins Leben gerufene „New Players Network“ bereits zum dritten Mal: Sowohl neue Ansätze als auch Veränderungen bereits bekannter Geschäftsmodelle von mittlerweile 80 InsurTechs finden sich in der aktuellen Übersicht wieder.
Neben Informationen zu den Unternehmen und zur Gründung, enthält das Cluster auch Informationen zu den beteiligten Investoren. Außerdem werden die Geschäftsmodelle vorgestellt und thematisch in Kategorien wie Vergleichsportale, Schadenmanagement, Digitalversicherer, Versicherungsprodukte oder digitale Assekuradeure – diese Kategorie ist neu hinzugekommen – eingeteilt.
Zudem wurden mit einem Bewertungsschema der Innovationsgrad und das Marktverhalten der InsurTechs gegenüber etablierten Anbietern – kooperativ oder konfrontativ – bewertet. Einschätzungen zur Entwicklung der Branche runden die Übersicht ab.
Stagnation und selektive Skalierung
Die Neugründungen zielen weiterhin eher auf Nischensegmente und enge Zielgruppenkonzepte, bei der Nachahmungswelle ist jedoch ein Abflauen zu bemerken. Eine Handvoll Unternehmen kann auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken, in dem sie ihre Marktposition durch Skalierung, strategische Partnerschaften und erste Kooperationserfolge stärken konnten.
Versicherer sind experimentierfreudiger
Acht digitale Versicherungsunternehmen zählt die Übersicht mittlerweile, wobei neben unabhängigen Gründerteams und Company Buildern zu den Treibern dieser Entwicklung auch Versicherer selbst zählen. Ähnlich verhält es sich bei den digitalen Assekuradeuren, die neu am Markt zu finden sind.
Die Versicherer zeigen sich deutlich experimentierfreudiger als in der Vergangenheit und entwickeln sich von Marktbeobachtern zu Initiatoren und aktiven kooperativen Partnern, die auch branchenunabhängigen Startups zunehmend offen gegenübertreten.
Marianne Kühne, Head of Innovation beim New Players Network, dazu:
„Während das Wachstum der InsurTech-Szene allmählich stagniert, kommt spürbar Bewegung in die Versichererlandschaft. Einerseits kooperieren Versicherer mit Startups, die technologiegetrieben Use Cases in den unterschiedlichsten Branchen entwickeln, und andererseits gründen sie selbst ‚digitale‘ Unternehmen, sei es mit oder ohne BaFin-Lizenz.“
Die Entwicklungen der kommenden Monate werden hier vermutlich Aufschluss geben.
Marianne Kühne weiter:
„Es bleibt abzuwarten, ob es weiteren InsurTechs gelingt, sich mit ihrer Geschäftsidee am Markt zu positionieren und ‚Versicherung‘ in der Kundenwahrnehmung wesentlich zu verändern, oder ob diese Entwicklung nur in Kooperation mit etablierten Akteuren getrieben werden kann.“
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