Die zweite große Welle der Automatisierung im Haushalt

Veröffentlichung: 06.10.2017, 07:10 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Haushaltsroboter erobern das Eigenheim – so das Fazit einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach würde jeder Zweite den Robotern bestimmte Aufgaben rund um Haus und Garten abgeben. Nur 26 Prozent der Bundesbürger geben an, die Roboter-Technologie privat nicht nutzen zu wollen. 16 Prozent beobachten die Entwicklung noch und sehen die autonomen Geräte vorerst nicht im Eigenheim. Dagegen haben bei 15 Prozent der Befragten die Helfer bereits den Sprung in die eigenen vier Wände geschafft. Zukünftig einen Haushaltsroboter zu nutzen, können sich wiederum 42 Prozent vorstellen.

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Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, über die Entwicklung in den Haushalten:

„Aktuell kommen immer mehr Roboter zu immer günstigeren Preisen auf den Markt, die uns zuhause bei alltäglichen Aufgaben unterstützen oder sie sogar komplett übernehmen können. Die Verbraucher können von diesem technologischen Fortschritt profitieren und sich den Alltag erleichtern lassen. Vor mehr als 50 Jahren zogen Wasch- und Spülmaschinen in die Wohnungen ein. Jetzt beginnt die große zweite Welle der Automatisierung im Haushalt.“

Nie wieder Staubsaugen, Fenster putzen oder Rasen mähen – acht von zehn Roboterinteressierten wollen ihn primär als Haushaltshilfe etwa zum Staubsaugen oder Wischen einsetzen (82 Prozent), aber auch Unterstützung bei der Gartenarbeit ist gefragt (41 Prozent). Die Sicherheit in den eigenen vier Wänden will jeder Zweite mit Hilfe von Robotern erhöhen und würde somit den technischen Helfern auch die Überwachung seines Zuhauses anvertrauen (49 Prozent). Die Maschinen als Unterstützung beim Lernen oder zur Nachhilfe (15 Prozent) einzusetzen, sowie in der Pflege von alten oder kranken Angehörigen im Haushalt (14 Prozent), das können sich hingegen nur wenige vorstellen.

Rohleder über die Erschwinglichkeit der kleinen Helfer:

„Die Gerätepreise sinken und machen Haushaltsroboter jetzt für die breite Bevölkerung erschwinglich.“

Für rund ein gutes Drittel (29 Prozent) wäre Mieten die bevorzugte Option bei der Anschaffung eines Roboters. 66 Prozent der Interessenten widerum würden sich den Helfer eher kaufen wollen. Doch auch wenn ein Kauf für immer mehr Menschen in Frage kommt, knapp jeder Dritte will die Technologie zunächst einmal testen.

37 Prozent der Befragten haben laut Bitkom Research kein Interesse an den smarten Haushaltshilfen und wollen auch grundsätzlich nicht, dass ein Roboter ihre Arbeit übernimmt. 33 Prozent erkennen keinen Mehrwert in der Technologie und geben an, diese nicht zu brauchen. Für jeden Vierten sind die Roboter noch nicht für ausgereift genug (26 Prozent) und 20 Prozent wissen nicht, wie sie mit der Entwicklung umgehen sollen. Fast ebenso vielen (17 Prozent) fehlt das Vertrauen in die Technik und immerhin 14 Prozent der Befragten haben sich nach eigener Angabe noch nicht ausreichend mit der Thematik auseinandergesetzt.

Bild: © complize | m.martins / fotolia.com

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