Fidelity-Kunden haben nun die Wahl

Diskussionen um den Nutzen des aktiven Fondsmanagements, der Ausrichtung der Anbieter auf das Kundeninteresse und der Transparenz bei Gebühren werden zunehmend immer intensiver geführt. Fidelity International wird deshalb die Gebührenstruktur für seine Leistungen grundlegend ändern und führt bei seinen aktiv gemanagten Aktienfonds für Kunden weltweit ein neues Gebührenmodell ein, das eine variable Managementgebühr umfasst.

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Die bisherige jährliche Managementgebühr wird reduziert und um eine variable Managementgebühr ergänzt, die symmetrisch an die Wertentwicklung der Fonds anknüpft.
Die variable Managementgebühr stellt faktisch einen gleitenden Tarif dar. Risiko und Rendite werden in beide Richtungen geteilt – ein Mechanismus, der auch als „Fulcrum Fee“ bezeichnet wird. Das bedeutet, erzielen die Fonds eine Outperformance nach Kosten, wird Fidelity an dem Mehrertrag beteiligt.

Entwickelt sich die Anlage nur analog zur Benchmark oder schwächer, wird der Kunde unter der neuen Regelung mit geringeren Gebühren belastet, als bisher. Dabei bewegt sich der Gebührensatz innerhalb einer Bandbreite, die durch eine vorgegebene Höchstgrenze (Cap) und ein bestimmtes Mindestniveau (Collar) definiert ist. Das neue Gebührenmodell wird zusätzlich zu dem bereits bestehenden Gebührenmodell eingeführt. Kunden können künftig zwischen zwei Modellen wählen.

Kostenausweis im Rahmen der MIFID-II-Richtlinie

Fidelity International informiert auch über die Position zu den Vorgaben der MIFID-II-Richtlinie in punkto Kostenausweis für externes Research. Fidelity unterstützt die Zielsetzung der Vorschriften uneingeschränkt, ist aber der Ansicht, dass sich die Diskussion einseitig darauf konzentriert, welches Verfahren die einzelnen Asset Manager bei der Bezahlung externer Researchleistungen nutzen werden.

Im Mittelpunkt sollten stattdessen die gesamten Kosten für die erbrachten Asset Management Services und der jeweilige Nutzen stehen. Das Geschäftsmodell von Fidelity International ist global – sowohl von der Anlegerbasis her als auch hinsichtlich des Zugangs der Kunden zur globalen Research-Plattform. Somit muss von dem gesamten Unternehmen ein einheitlicher Ansatz verfolgt werden.

Aus diesem Grund hat sich Fidelity International in Bezug auf die Bezahlung von externem Research für das so genannte CSA-RPA-Modell entschieden. Die gleichzeitige Verringerung der Basis- Managementgebühr wird die aus externen Research-Leistungen resultierende Gebührenbelastung der Kunden mehr als kompensieren. Nach Überzeugung von Fidelity International ist das CSA-RPA-Modell eine flexible, transparente und global einheitliche Methode, um Zugang zu externen Informationen zu erhalten, die zur Unterstützung des aktiven Managementprozesses notwendig sind.

Für Anleger, denen es nur auf eine Verringerung der Gebühren ankommt und die kein Entgelt für einen aktiven Ansatz zahlen wollen, wird Fidelity die erfolgreiche Palette kostengünstiger Indexfonds auf globaler Basis und zudem für alle Kunden zugänglich ausweiten.

Brian Conroy, President von Fidelity International, erläutert den Wandel der Gebührenerhebung:

„Wir haben uns eingehend mit den Auswirkungen der neuen, regulatorischen Anforderungen beschäftigt. Dazu haben wir auch eine kürzlich veröffentlichte Marktanalyse der britischen Aufsichtsbehörde berücksichtigt, die sich mit der unzureichenden Innovation in unserer Branche bei den Gebührenstrukturen beschäftigt. Vor diesem Hintergrund halten wir einen grundlegenden Wandel bei der Erhebung von Gebühren von unseren Kunden für erforderlich.

Es ist unser Ziel, unseren Kunden sowohl eine bedarfsgerechte Auswahl an Anlageprodukten zu bieten als auch Mehrwert zu liefern. Deshalb werden die von uns erbrachten Leistungen im Zuge der genannten Änderungen noch unmittelbarer an die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Anleger geknüpft. Wir freuen uns darauf, diese Änderungen in den kommenden Monaten zusammen mit unseren Kunden eingehend zu erörtern und umzusetzen.“

Bild: © Frog 974 / fotolia.com

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