Ältere Menschen investieren in Mobilität

Veröffentlichung: 04.08.2016, 06:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Generation 65 plus ist bis ins hohe Alter mobil. Dafür setzen sie auf Neuanschaffungen wie E-Bikes und Neuwagen. Die Veränderungen im Lebensstil, das Zitat „60 ist das neue 40“ steht dafür, werden sich bedeutend auf das Informationsverhalten, den Konsum und auch auf das Vorsorgeniveau auswirken.

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Das Statistische Bundesamt (Destatis) informierte anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre „Ältere Menschen in Deutschland und der EU“, dass mittlerweile 7 Prozent der Senioren-Haushalte im Jahr 2015 ein E-Bike besaßen, während es in Haushalten 18- bis 64-Jähriger nur 3 Prozent waren. Auch Neuwagen sind bei der Generation 65 plus stärker verbreitet als bei Jüngeren: bei 42 Prozent der älteren Haushalte steht ein Neuwagen in der Garage, bei jüngeren Haushalten sind es nur 32 Prozent.

Bei Neuanschaffungen im Bereich der Unterhaltungselektronik ist die Generation 65 plus in Deutschland hingegen im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen eher zurückhaltend. Bluray-Geräte stehen in jüngeren Haushalten (21 Prozent) beispielsweise drei Mal so häufig wie in Seniorenhaushalten (7 Prozent). Camcorder, Navigationsgeräte oder Mobiltelefone sind in Haushalten von älteren Menschen ebenfalls seltener zu finden als in jüngeren Haushalten.

Auch mit Computern waren die Haushalte der Älteren (72 Prozent) nicht so gut bestückt wie die der 18- bis 64-Jährigen (94 Prozent). Allerdings ist der Anteil bei den Seniorenhaushalten stark gestiegen: Vor fünf Jahren hatte der Ausstattungsgrad nur bei 56 Prozent gelegen. Das spiegelt sich auch bei der Internetnutzung wider. 49 Prozent der Personen ab 65 Jahren nutzten 2015 das Internet, 2011 waren es nur 35 Prozent gewesen. Männer (60 Prozent) sind dabei etwas aufgeschlossener als Frauen (40 Prozent).

Die kommenden Rentnergenerationen werden das Internet wohl intensiver nutzen, denn von den gegenwärtig 45- bis 64-Jährigen waren bereits 90 Prozent online. Im EU-Vergleich zeigt sich bei der Internetnutzung eine deutliche digitale Kluft zwischen Nord- und Südeuropa sowie zwischen West- und Osteuropa. Vorreiter sind die Senioren in Dänemark, Luxemburg und den Niederlanden. Kaum online sind die älteren Menschen hingegen in Griechenland, Rumänien und Bulgarien.

Die Broschüre „Ältere Menschen in Deutschland und der EU“ bietet einen umfassenden Einblick in die Lebenswelt von Seniorinnen und Senioren. Die Daten zu Demografie, Erwerbsbeteiligung, finanzieller Situation, Gesundheit sowie zu anderen Bereichen wie Wohnen, Bildungsstand oder Freizeitaktivitäten werden durch zahlreiche EU-Vergleiche ergänzt.

Bild: © auremar / fotolia.com

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