Der neue ifo-Präsident Clemens Fuest hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts kritisiert. „Die Richter haben gegenüber ihrem Vorlagebeschluss von 2014 eine Kehrtwende vollzogen und es nicht gewagt, die Europäische Zentralbank (EZB) beim Kauf von Staatsanleihen stärker in die Schranken zu weisen als der Europäische Gerichtshof (EuGH)“, sagte er noch am Dienstag.
ifo-Präsident Clemens Fuest„Das ist schade, denn es ist offensichtlich, dass das OMT-Programm in erster Linie das fiskalische Ziel verfolgt, hoch verschuldeten Staaten den Zugang zu Krediten zu erhalten. Die damit verbundenen Risiken tragen die deutschen Steuerzahler mit, ohne dass der Bundestag zugestimmt hat. Die Schranken für eine Beteiligung der Bundesbank durch die Bedingungen des EuGH fallen viel zu schwach aus und hätten vom Bundesverfassungsgericht geschärft werden müssen.
Die verlangte dauerhafte Beobachtung der EZB durch Bundestag und Bundesregierung auf Risiken für den Bundeshaushalt ist eine zahnlose Bestimmung.“
Bild: (1) © H. D. Volz / pixelio.de (2) © ifo
Themen:
LESEN SIE AUCH
Grenzen für expansive EZB-Geldpolitik gefordert
Haushaltspaket treibt Bundesanleihen in die Höhe
WeltSparen-Analyse: Festgeldwachstum lässt nach
EZB-Leitzinssenkung: Wann passen sich die Immobilienpreise an?
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Generali Deutschland mit neuer Führungsstruktur
Nur jeder zweite Beschäftigte sieht Bedrohung durch Hackerangriffe
Sicherheit und Diversifikation gewinnen drastisch an Bedeutung
Überteuerter Kapitalmarkt-Zugang für KMU
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.













