Um sich für einen langfristigen Erfolg neu aufzustellen, will die Zurich Insurance Group (Zurich) ihre Strukturen vereinfachen. Dazu wurde ein Prozess angestoßen, der darauf abzielt, die Organisation in den kommenden Monaten zu vereinfachen und vor allem stärker auf die Kunden auszurichten.
Diese neue Struktur soll im geplanten Zeitraum die Grundlage für die auf die Steigerung der Profitabilität fokussierte Strategie schaffen. Dazu ist geplant, Komplexität abzubauen und Zuständigkeiten klarer zuzuweisen. Das wiederum soll dazu führen, die Verantwortung in den Märkten zu stärken, um den Kunden differenzierende Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Damit die Markteinheiten in Folge die Kundenbeziehungen mit einer ganzheitlichen Sicht umfassend weiterentwickeln können.
Die global ausgerichteten Geschäftsbereiche bauen ihre Präsenz weiterhin aus, indem sie den Kunden rund um den Globus im Leben- und Schadenversicherungs-Geschäft umfassende Risikolösungen anbieten. Initiativen, die in Kernmärkten wie der Schweiz, Deutschland und Italien bereits angelaufen sind, sollen durch die neue Struktur beschleunigt und auf die weltweite Organisation übertragen werden. Für das Leben- und das Schadenversicherungsgeschäft wird es in den Ländern eine einheitliche Vermarktungsstrategie geben und das Ganze wird künftig von einem Team geführt. Group Chief Executive Officer Mario Greco erläuterte:
„Die neue Organisation wird beweglicher sein, mit klareren Verantwortlichkeiten und einem direkteren Draht zwischen der Unternehmensspitze und den Mitarbeitenden, die sich um die Kunden kümmern. Wir werden mit einem einheitlichen und unverwechselbaren Ansatz auf unsere Zielkunden zugehen. Höchste Priorität hat der Mehrwert, den wir dem Kunden bieten können, und der uns das Erzielen einer konstant hohen Profitabilität ermöglicht.
Ich will bei Zurich wieder eine Kultur aufleben lassen, die sich durch Ambition, Unternehmertum und Innovation auszeichnet. Talentierte Teammitglieder sollen den Kunden ins Zentrum ihrer Tätigkeiten stellen und alle Instrumente zur Hand haben, um ihr Geschäft in einem klar definierten Rahmen und einer einheitlichen Vision für das gesamte Unternehmen zu entwickeln.“
Neue Führungsstruktur
Zurich wird in einer kundenorientierten Struktur organisiert sein. Die Leiter der Regionen (Nordamerika; Europa, Naher Osten und Afrika; Lateinamerika; Asien-Pazifik), des Geschäfts mit multinationalen Kunden (Global Corporate), von Farmers und Investment Management werden direkt dem CEO unterstehen. Ihre Mitarbeitenden sollen sich darauf konzentrieren, global und lokal den richtigen Mix aus Produkten und Dienstleistungen anzubieten und Kunden zu helfen, Risiken zu verstehen und damit umzugehen.
Zurich schafft weiter die neue Funktion des Chief Operating Officer. Das ist ein neuer Ansatz, der die Verantwortung für die Bereiche Operations and Technology mit dem Underwriting, der Schadenbearbeitung, der Rückversicherung, der Versicherungsmathematik und der Preisgestaltung kombiniert. Damit werden einheitliche Standards und Verantwortungen für technische Exzellenz, Effizienz und die Umsetzung der Transformation in allen Bereichen des Geschäfts geschaffen. Weiter wird es dadurch einfacher, die Kosten über die ganze Organisation hinweg zu managen.
Zurichs neue Konzernleitung (Zurich Executive Committee) wird sich per 1. Juli 2016 wie folgt zusammensetzen:
- Mario Greco - Group CEO
- Urban Angehrn - Chief Investment Officer
- Jeff Dailey - CEO Farmers
- Mike Foley - CEO North America
- George Quinn - Chief Financial Officer
- Cecilia Reyes - Chief Risk Officer
- Gary Shaughnessy - CEO EMEA (Europe, Middle East and Africa)
- Kristof Terryn - Chief Operating Officer
Mario Greco führt weiteraus:
„Die neue Organisation, die klare Benennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten sowie die konsequente Ergebnisorientierung sind die Grundlage für unsere zukünftige Strategie. Daraus wird eine stärkere Ausrichtung auf den Markt und eine Vereinfachung resultieren. Weiter werden wir die Transformation, die wir brauchen, um künftig erfolgreich zu sein, diszipliniert umsetzen. Durch die einfachere Struktur werden wir effizienter und sie wird die Umsetzung der bereits angekündigten Kostenreduktions-Programme unterstützen.”
Robert Dickie, Chief Operations and Technology Officer, hat sich in Absprache mit dem Verwaltungsrat entschieden, von seiner Funktion zurückzutreten und außerhalb von Zurich eine neue Herausforderung zu suchen. Er hat sich bereit erklärt, den Übergang in die neue Struktur zu unterstützen, und wird die Organisation in den kommenden Monaten verlassen. Der Verwaltungsrat dankt Robert Dickie für seinen großen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens seit seiner Ernennung im März 2014.
Branchenveränderungen schaffen Marktchancen
Auch wenn in einer Welt mit zunehmenden Risiken die Aussichten für den Versicherungssektor gut sind, so müssen sich die Unternehmen dennoch anpassen, um den Kunden beim Umgang mit diesen Risiken wirksam zur Seite stehen zu können. Die kommunizierten Entscheide stellen ein Wendepunkt für Zurich dar und sollen diese sich verändernde Dynamik in der Versicherungsbranche abbilden. Diese neue Organisationsstruktur hat dabei das Ziel, innovatives Denken zu fördern und den hohen Erwartungen von Kunden, Mitarbeitenden, Investoren und den Gemeinschaften, in denen Zurich tätig ist, entgegen zu kommen. Mario Greco erläuterte:
„Zurich ist ein gesundes Unternehmen mit einer exzellenten Marke, stark kapitalisiert und mit angemessenen Reserven. Wir haben ausgezeichnete Mitarbeitende rund um den Globus. Ich zähle darauf, dass wir gemeinsam unsere erfolgreiche Zukunft gestalten. Die Rentabilität ist über die letzten Monate gestiegen, wie die Ergebnisse des ersten Quartals 2016 zeigen. Die heute bekanntgegebenen Änderungen verstärken diesen Schwung.“
Bild: © alphaspirit / fotolia.com
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