Langfinger lieben Kfz-Kennzeichen
Laut Schätzungen der Allgemeine Versicherungs-AG (ARAG) liegt die Zahl der Diebstähle für Kennzeichen in Deutschland bei 160.000 Stück im Jahr, pro Tag sind dies 400 Diebstähle.
Ein nicht zu unterschätzendes Problem sowohl für die Unternehmen als auch Privatpersonen. Es entsteht ein nicht unerheblicher Mehraufwand durch Behördengänge und Kosten bis zu 100 Euro für den Ersatz. Wird ein Wunschkennzeichen gestohlen, sind die Kosten sogar noch höher. Nicht zu vergessen, dass die alte Kennung für fünf Jahre gesperrt bleibt.
Die Motive für den Schilderklau sind unterschiedlich, häufig werden geklaute Kennzeichen für Benzindiebstahl an Tankstellen eingesetzt oder auch um ein mangelbehaftetes Fahrzeug durch die TÜV-Prüfung zu bringen.
Ein Unternehmen aus Delmenhorst könnte mit seine Entwicklung IDePLATE das Problem lösen. Es handelt sich um Nummernschilder mit integriertem passivem RFID-Chip. Dieser enthält eine einmalige und unveränderbare Identifikationsnummer, die mithilfe von Verschlüsselungstechnik übertragbar ist. Die sichere Erkennung durch autorisierte Lesegeräte erschwert die Nutzung gestohlener Kennzeichen. Die bereits im Ausland eingesetzte Technik könnte auch in Deutschland die Anzahl der Diebstähle verringern.
Durch die Verwendung von IDePLATEs wäre es möglich, diesen Plänen einen Riegel vorzuschieben. Für zusätzliche Sicherheit sorgt das sogenannte „Dritte Kennzeichen“, welches sich in Form eines holografischen Aufklebers auf der Innenseite der Windschutzscheibe befindet. Stimmen die Angaben dieses sogenannten IDeSTIX nicht mit denen der eigentlichen Nummernschilder überein, wird dies vom System erkannt.
„Bisher hat es Deutschland versäumt, diese Technik öffentlich zu diskutieren. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für eine Debatte, um nicht von im Ausland entwickelten Systemen abgehängt zu werden. Unter anderem ließe sich auch der organisierte Diebstahl hochwertiger Fahrzeuge mithilfe des IDePLATEs bekämpfen“, erläutert Dietmar Mönning, Geschäftsführer bei TÖNNJES.
Bild: © Björn Wylezich / fotolia.com
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