Debeka: Unternehmensgruppe 2015 mit guten Ergebnissen

Veröffentlichung: 13.05.2016, 11:05 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

Der größte private Krankenversicherer in Deutschland konnte im vergangenen Jahr erneut rund 30.000 neue Mitglieder gewinnen. Das ist auch mit Abstand der höchste Zugang der Branche. Mit diesem Anstieg, der auf dem hohen Niveau des Vorjahres lag, betreut die Debeka nun erstmals über 2,3 Millionen Menschen in der privaten Vollversicherung und damit mehr als jeden vierten Privatversicherten in Deutschland.

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Zusammen mit den Zusatzversicherten zählt das Unternehmen mittlerweile 4,7 Millionen Mitglieder. Die Anzahl der Verträge der gesamten Debeka-Gruppe erhöhte sich 2015 um 150.000 auf 15,3 Millionen. Die Zahl der Mitglieder und Kunden der genossenschaftlich geprägten Unternehmensgruppe stieg wie im Vorjahr um 50.000 auf nunmehr 6,9 Millionen. Trotz des Niedrigzinsniveaus und der Tatsache, dass es im Wesentlichen keine Beitragserhöhungen in der Krankenversicherung gegeben hat, blieben die Einnahmen der Versicherungen stabil auf dem Niveau des Vorjahres. In der Gruppe - einschließlich der Bausparkasse - wuchsen sie sogar um 1,4 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. An direkten und indirekten Leistungen, also Versicherungsleistungen und Rücklagen für die Versicherten, zahlten die Debeka Versicherungen im vergangenen Jahr 12,4 Milliarden Euro. Sie erbrachten damit mehr Leistungen, als sie an Versicherungsbeiträgen - in Höhe von 9,8 Milliarden Euro - eingenommen haben.

Mehr als 90 Milliarden Euro Bilanzsumme

Auch die Bilanzsumme der gesamten Gruppe wuchs 2015 mit einer Steigerung von 5,3 Prozent wiederum stark. Erstmals übersprang sie die 90-Milliarden-Marke, und zwar auf 94,4 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen der Versicherungsgruppe stiegen um 6,3 Prozent auf 83,7 Milliarden Euro. Sie erbrachten aufgrund der Niedrigzinsphase einen um 1,8 Prozent gesunkenen Ertrag von 3,4 Milliarden Euro.

Neue Mitarbeiter im Außendienst gesucht

Vor allem, weil viele Mitarbeiter den Ruhestand erreicht haben, beschäftigte die Debeka zum Jahresende 309 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Durch diese natürliche Konsolidierung kam das Unternehmen Ende 2015 auf 16.572 Beschäftigte, von denen 1.904 in einem Ausbildungsverhältnis standen. Damit ist die Gruppe nach wie vor der größte Ausbilder in der Versicherungsbranche. Um der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken, will die Debeka aber besonders im Außendienst weitere Mitarbeiter und Lehrlinge einstellen. Damit solle insbesondere der erreichte Servicelevel gehalten werden. Denn nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden bleiben Versicherungen auch trotz der fortschreitenden Digitalisierung Produkte, die nicht von selbst nachgefragt werden und bei denen in weiten Teilen auch in Zukunft ein hoher Beratungsbedarf besteht. Hier seien besonders die Altersvorsorge und die Absicherung gegen die Folgen von Krankheiten zu nennen.

Produkte im Test

Einen Grund für den starken Mitgliederzulauf sieht die Debeka in ihren genossenschaftlichen Wurzeln, aufgrund derer sie sehr kostensparend arbeite und ein gutes Preis-Leistungs- Verhältnis biete. Nicht zuletzt dadurch schneide die Gruppe in Produkttests und Vergleichen, aber auch in Unternehmens- und Servicebewertungen, stets überdurchschnittlich ab. So vergaben jüngst die Versicherungs-Ratingagentur Assekurata und die Analysten des Versicherungsratings map-report der Debeka erneut Spitzennoten für "langjährig hervorragende Leistungen". Laut Focus-Money ist die Debeka der "beste private Krankenversicherer 2015", und das Wirtschaftsmagazin Euro kürte die Debeka als "besten Lebensversicherer 2016". Ergebnisse, die auch von den Kunden bestätigt werden. Denn in mehreren Umfragen - beispielsweise im Kundenmonitor Deutschland - erreichen die Unternehmen der Gruppe mehr als 98 Prozent zufriedene Kunden.

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstandsvorsitzende der Debeka weiteres Wachstum. Das bestätigen auch die Ergebnisse der ersten Monate. Neben einem ungebremsten Zuwachs in der Krankenversicherung führt aktuell auch insbesondere der Bereich der Altersvorsorge mit den neuen, sogenannten chancenorientierten Produkten zu steigenden Abschlüssen. Diese Produkte legen die Überschüsse der Sparer verstärkt in einem Indexfonds an, um den Versicherten höhere Chancen am Kapitalmarkt zu ermöglichen. In der zweiten Jahreshälfte will die Debeka daher auch mit einer erweiterten Produktreihe auf den Markt kommen. Dazu erläutert Laue: "Mit der weiterentwickelten Form der klassischen Altersvorsorge, bei der je nach Kundenwunsch Sicherheit und Chancen am Kapitalmarkt quasi als Bausteine zusammengesetzt werden können, wollen wir den Menschen neue Wege für die Altersvorsorge bieten. In Zeiten niedriger Zinsen müssen die Deutschen nicht weniger, sondern mehr sparen, um die Zinsverluste aufzufangen und eine drohende Altersarmut abzuwenden."

Bild: © Africa Studio / fotolia.com

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