Rabattverträge: GKV spart Milliarden ein
Durch Arzneimittelrabattverträge haben die gesetzlichen Krankenkassen insgesamt Minderausgaben von rund 3,6 Milliarden Euro verzeichnen können. Allein die AOK hat im vergangenen Jahr knapp 1,5 Milliarden Euro bei den Ausgaben einsparen können. "Nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr haben wir das Ergebnis 2015 noch einmal verbessern können", sagte der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg und Verhandlungsführer für die bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge, Dr. Christopher Hermann, am Freitag (1. April) in Stuttgart.
Nach Darstellung des AOK-Vorstandschefs haben die Rabattverträge entscheidend dazu beigetragen, dass die AOK das vergangene Jahr mit einem leichten Plus abschließen konnte: "Durch die Arzneimittelrabattverträge haben die AOKs 2015 knapp elf Prozent bei den Arzneimittelausgaben einsparen können. Der GKV-Schnitt liegt bei 9,7 Prozent", so Hermann.
Durch gesetzgeberische Maßnahmen aus dieser Legislaturperiode prognostizieren Experten einen Ausgabenanstieg im Gesundheitswesen um bis zu 40 Milliarden Euro. Dazu tragen auch die Entwicklungen im Arzneimittelbereich bei. Hermann: "Auch vor diesem Hintergrund sind die bewährten Rabattverträge ein unverzichtbares Instrument, mit dem eine Krankenkasse ihre Arzneimittelausgaben individuell besser steuern kann."
Bild: © weyo / fotolia.com
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