Verlustgeschäft mit geschlossenen Fonds
Die Zeitschrift "Finanztest" hat ausgerechnet, dass Anleger seit 1972 in geschlossenen Fonds über 4,3 Milliarden Verlust gemacht haben, anstatt die avisierten 15,4 Milliarden Euro Gewinn, mit denen in den Prospekten geworben wurde.
Was zehntausenden Anlegern in Prospekten als attraktive Geldanlage versprochen wurde, lohnt sich meistens nicht. Geschlossene Fonds, die bis zu 10 Prozent Rendite in Aussicht stellen, wenn man sich an großen Immobilien- oder Umweltprojekten sowie Schiffen beteiligt, haben Anlegern Milliardenverluste beschert. Fast 1.200 Fonds wurden von finanztest getestet, vor allem Immobilien-, Umwelt-, Schiffahrt- und Medienfonds. Nur sechs Prozent erfüllten dabei die versprochene Gewinnquote, 69 Prozent fuhren Verluste ein. Anleger erlitten mit diesen Fonds auf Basis ihres eingesetzten Kapitals bei 57 Prozent der Immobilienfonds, 62 Prozent der Umweltfonds, 81 Prozent der Schiffsbeteiligungen und 96 Prozent der Medienfonds einen vollständigen oder teilweisen Verlust ihres angelegten Kapitals.
Insgesamt verbrannten die bereits aufgelösten Fonds Anlegergeld in Höhe von 4,3 Milliarden Euro, statt einen Gewinn von 15,4 Milliarden Euro zu liefern, wie ihn die Prospekte in Aussicht gestellt hatten. Warum hunderte Fonds ihre Ziele verfehlten, hat vielfältige Gründe. Neben schlecht laufenden Märkten und viel zu hohen Kosten der Anbieter waren es öfter auch kriminelle Taten, die die Fonds zu Fall brachten. So müssen sich die Chefs der Frankfurter S & K Unternehmensgruppe noch im September vor Gericht verantworten. Sie sollen viel Anlegergeld für ihren aufwändigen Lebensstil verwendet haben.
Bild: © geralt / pixabay.com
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