NÜRNBERGER mit gemischter Bilanz – Sanierung der Schadenversicherung im Fokus

Veröffentlichung: 07.04.2025, 11:04 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Ein Milliardenumsatz, starke Lebens- und Krankenversicherungen – und dennoch ein dickes Minus unterm Strich. Warum die NÜRNBERGER trotz solider Basis ins Minus rutschte und wie sie sich 2025 zurückkämpfen will.

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Harald Rosenberger, CEO der NÜRNBERGER VersicherungHarald Rosenberger, CEO der NÜRNBERGER VersicherungNÜRNBERGER

Die NÜRNBERGER Versicherung hat 2024 mit einem deutlichen Rückgang des Konzernergebnisses abgeschlossen. Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, fiel das Ergebnis von 42,8 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 77 Millionen Euro. Hauptursache ist das deutlich negative Segmentergebnis in der Schaden-/Unfallsparte mit minus 157,4 Millionen Euro – verursacht durch Inflationsfolgen, Großschäden und verstärkte Reservierungen. Im Gegensatz dazu lieferten die Segmente Leben, Kranken und Bankdienstleistungen jeweils positive Ergebnisse.

Die gebuchten Bruttobeiträge über alle Sparten stiegen um 3,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, die Kapitalanlageerträge erhöhten sich um 8,7 Prozent auf 813 Millionen Euro. Der Konzernumsatz wuchs auf 4,5 Milliarden Euro. CEO Harald Rosenberger betont: „Die NÜRNBERGER ist und bleibt ein solides Unternehmen mit einer Solvenzquote von deutlich über 200 Prozent. Die Herausforderungen in der Schadenversicherung gehen wir entschlossen und mit effektiven Maßnahmen an. Unser Fokus liegt auf Ertrag. 2025 erwarten wir für den Konzern ein Jahresergebnis in der Größenordnung von 40 Millionen Euro.“

Im Rahmen des Strategieprogramms #vomICHzumWIR verfolgt die NÜRNBERGER bis 2026 ein Einsparziel von 75 Millionen Euro – rund 80 Prozent seien bereits fixiert. Für die Schaden-/Unfallversicherung plant der Konzern eine schwarze Null im Jahr 2027. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem Beitragserhöhungen, Sanierung schwacher Bestände sowie eine Exzellenz-Initiative in der Versicherungstechnik.

Veränderungen gibt es auch im Vorstand: Dr. Jürgen Voß wird zum Jahresende 2025 ausscheiden. Er war seit 2015 in verschiedenen Führungsfunktionen im Konzern tätig, zuletzt als CFO. Aufsichtsratsvorsitzender Walter Bockshecker würdigt seinen Einsatz für Kapitalanlagen und Bankdienstleistungen. Neue Mitglieder für den Aufsichtsrat sollen am 14. Mai gewählt werden, darunter Marion Ebentheuer, Burkhard Oppenberg und Prof. Dr. Christian Rödl.

Für 2025 erwartet die NÜRNBERGER eine stabile Nachfrage, verbesserte Ergebnisse in Leben und Kranken sowie ein weiterhin negatives, aber reduziertes Ergebnis in der Schadenversicherung.

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