Zeitdruck, Fachkräftemangel und ein gereiztes Betriebsklima belasten Unternehmen

Veröffentlichung: 27.03.2025, 10:03 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) legt mit ihrem aktuellen Barometer Arbeitswelt 2025 einen Stimmungsbericht zur Lage in deutschen Unternehmen vor – mit gemischtem Ergebnis. Zwar sind die Arbeitsunfälle erneut rückläufig, doch nimmt der Stress am Arbeitsplatz zu. Die Befragung zeigt: Zeitdruck und psychische Belastung gelten mittlerweile als zentrale Risikofaktoren für Sicherheit und Gesundheit.

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Zwar sind die Arbeitsunfälle erneut rückläufig, doch nimmt der Stress am Arbeitsplatz zu, so Erhebungen der DGUV.Zwar sind die Arbeitsunfälle erneut rückläufig, doch nimmt der Stress am Arbeitsplatz zu, so Erhebungen der DGUV.geralt / pixabay

In einer forsa-Umfrage unter 2.018 Erwerbstätigen berichten 51 Prozent von steigendem Zeitdruck, 43 Prozent von einem gereizteren Klima im Kollegenkreis. Der Trend ist branchenübergreifend: 59 Prozent nennen den Personal- und Fachkräftemangel als größte Herausforderung, im verarbeitenden Gewerbe hingegen dominieren Betriebskosten und Nachfrageeinbrüche.

Gesundheitsschutz: Viel Licht, aber auch Schatten

78 Prozent der Beschäftigten fühlen sich gut beim sicheren Arbeiten unterstützt. Doch nur 66 Prozent glauben, ihre Tätigkeit bis zum Renteneintritt gesund ausüben zu können. Bei Führungskräften sind es sogar nur 61 Prozent, die angeben, dass Gefährdungsbeurteilungen konsequent durchgeführt werden.

DGUV fordert mehr Prävention

Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV, mahnt: „Psychische Belastung spielt bereits heute eine wichtige Rolle für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.“ Er fordert, psychische Risiken konsequenter in die Gefährdungsbeurteilung zu integrieren. Die gesetzliche Unfallversicherung stelle dafür branchenspezifische Beratungs- und Schulungsangebote bereit.

Homeoffice: Flexibel, aber nicht immer sicher

45  Prozent der Befragten arbeiten zumindest teilweise im Homeoffice. Doch nur 60  Prozent erhalten Hinweise zu sicherem Arbeiten, bei 40 Prozent fehlt jegliche Sensibilisierung. Auch hier sieht die DGUV Nachholbedarf.

Erhebung und Methodik
Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Online-Befragung, durchgeführt von forsa im Auftrag der DGUV. Die Erhebung fand vom 28. Februar bis 7. März 2025 statt.

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