Wünsche vs. Realität: Die große Kluft im Ruhestand

Veröffentlichung: 21.01.2025, 14:01 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Laut einer aktuellen Studie der BarmeniaGothaer haben viele Deutsche klare Vorstellungen von ihrem Leben im Ruhestand, doch die Umsetzung ihrer Wünsche bleibt häufig ein unerfüllter Traum. Insbesondere Frauen, Alleinlebende und Menschen in Ostdeutschland sehen ihre finanziellen Möglichkeiten im Alter kritisch.

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Laut einer aktuellen Studie der BarmeniaGothaer haben viele Deutsche klare Vorstellungen von ihrem Leben im Ruhestand, doch die Umsetzung ihrer Wünsche bleibt häufig ein unerfüllter Traum.Laut einer aktuellen Studie der BarmeniaGothaer haben viele Deutsche klare Vorstellungen von ihrem Leben im Ruhestand, doch die Umsetzung ihrer Wünsche bleibt häufig ein unerfüllter Traum.hesalzmanngmailcom / pixabay

65 Prozent der Deutschen im Alter von 30 bis 65 Jahren wünschen sich, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, und 64 Prozent möchten die Welt bereisen. Doch die tatsächliche finanzielle Realität sieht oft anders aus. „Viele planen kostspielige Vorhaben wie Reisen oder besondere Projekte, unterschätzen jedoch, wie wichtig eine frühzeitige Altersvorsorge ist“, erklärt Alina von Bruck, Vorständin der Gothaer Lebensversicherung. „Wer seine Wünsche im Ruhestand verwirklichen möchte, sollte frühzeitig finanziell vorsorgen, um später ausreichend finanzielle Flexibilität zu haben.“

Finanzielle Unsicherheit und mangelnde Planung
Ein alarmierendes Ergebnis der Studie: 39 Prozent der Befragten wissen nicht, wie hoch ihr monatliches Einkommen im Alter sein wird. Besonders groß ist die Unwissenheit bei den 30- bis 39-Jährigen, von denen mehr als die Hälfte (54 Prozent) keine Klarheit über ihre Renteneinkünfte hat. Die Mehrheit (58 Prozent) glaubt zwar, dass ihre Einkünfte im Alter ausreichen werden, doch 38 Prozent geben an, dass ihr Einkommen nicht ausreichen wird, um ihre Wünsche zu erfüllen.

Private Vorsorge als Lösung
Viele Deutsche setzen auf zusätzliche private Altersvorsorge, um finanzielle Lücken zu schließen. Besonders beliebt sind Immobilien (36 Prozent), gefolgt von Fonds (34 Prozent) und Lebensversicherungen (33 Prozent). Die Wahl der Vorsorgeprodukte variiert dabei stark nach Geschlecht und Einkommen. „Dass mehr als jede und jeder Dritte seine Wünsche anpassen muss, zeigt deutlich, wie wichtig Beratung und frühzeitige Planung sind“, so von Bruck. „Moderne Vorsorgeprodukte wie unsere neue Fondsrente bieten flexible und renditestarke Lösungen, die sich an individuelle Lebensphasen anpassen lassen.“

Über die Studie:

Im Oktober 2024 befragte forsa im Auftrag der BarmeniaGothaer in einer repräsentativen Studie 30- bis 65-Jährige (n=1003) zu ihren Einkünften im Alter.

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