BVI: Fondssparpläne für Kinder – Steuerfreibeträge richtig nutzen

Veröffentlichung: 17.01.2025, 11:01 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Eltern, die frühzeitig finanziell für ihre Kinder vorsorgen möchten, stehen oft vor der Frage, welche Anlageform nicht nur renditestark, sondern auch steuerlich vorteilhaft ist. Fondssparpläne bieten hier eine besonders attraktive Möglichkeit. Damit die steuerlichen Vorteile jedoch voll ausgeschöpft werden können, kommt es auf die richtige Gestaltung des Depots an.

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Fondssparpläne für Kinder: Wie Freibeträge sinnvoll genutzt werden können.Fondssparpläne für Kinder: Wie Freibeträge sinnvoll genutzt werden können.MabelAmber / pixabay

Warum Fondssparpläne eine kluge Wahl sind

Die finanzielle Zukunft eines Kindes zu sichern, erfordert Weitsicht. Führerschein, Studium oder der Start in die erste eigene Wohnung – all das sind Kosten, die über die Jahre erheblich zu Buche schlagen. Ein Fondssparplan kann mit kleinen monatlichen Beträgen ein solides Vermögen aufbauen und langfristig vom Zinseszinseffekt profitieren. Wie die Initiative „Finanzwissen für alle“ des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) betont, kann der steuerliche Vorteil jedoch nur dann voll genutzt werden, wenn das Depot auf den Namen des Kindes läuft und rechtlich als dessen eigenes Vermögen gilt.

Steuerliche Freibeträge optimal nutzen

Entscheidend für die Steueroptimierung sind die geltenden Freibeträge. Wird das Depot korrekt aufgesetzt, bleiben Kapitalerträge bis zu einer Höhe von 13.096 Euro jährlich steuerfrei. Diese Summe setzt sich aus dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro und dem Grundfreibetrag von 12.096 Euro zusammen. Damit das Finanzamt die Erträge nicht als Teil des elterlichen Vermögens wertet, muss das Depot eindeutig dem Kind zugeordnet sein.

Wichtige formale Aspekte für Eltern

Damit die steuerlichen Vorteile tatsächlich greifen, sind einige formale Aspekte zu beachten. Eltern sollten für das Depot ihres Kindes einen Freistellungsauftrag erteilen, um den Sparer-Pauschbetrag zu berücksichtigen. Liegen die Kapitalerträge unterhalb der Freibetragsgrenze, kann zudem eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragt werden. Diese sorgt dafür, dass die Bank keine Kapitalertragsteuer einbehält. Wichtig ist auch, dass das Depot zwar auf den Namen des Kindes läuft, die Eltern als gesetzliche Vertreter jedoch bis zur Volljährigkeit darauf zugreifen können. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Verwaltung des Depots im Rahmen des elterlichen Sorgerechts erfolgt, um steuerrechtliche Missverständnisse zu vermeiden.

Langfristige Vorteile durch frühzeitige Planung

Fondssparpläne bieten eine langfristig rentable und flexible Möglichkeit, Kindern einen finanziellen Startvorteil zu verschaffen. Wer frühzeitig investiert und die steuerlichen Freibeträge optimal nutzt, kann mit überschaubaren monatlichen Beträgen ein substanzielles Vermögen für den Nachwuchs aufbauen. Um steuerliche Fallstricke zu vermeiden, kann es sich lohnen, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Eine sorgfältige Planung zahlt sich langfristig aus und ermöglicht es, dem Kind eine solide finanzielle Basis für die Zukunft zu bieten.


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