Steigende Tierarztkosten belasten Tierhalter – Absicherung immer wichtiger
Erhebliche Preissteigerungen bei Futter und Tierarztbesuchen setzen Tierhalter in Deutschland unter Druck. Tierversicherungen gewinnen deshalb an Bedeutung, zeigt die Haustier-Studie 2024/25.
Die steigenden Kosten für die Haltung und medizinische Versorgung von Haustieren entwickeln sich zunehmend zu einer Belastung für Tierhalter. Neben höheren Preisen für Futter und Zubehör führt die überarbeitete Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zu deutlich gestiegenen Tierarztgebühren. Laut der Haustier-Studie 2024/25 betrachten 64 Prozent der Befragten die erhöhten Tierarztkosten als eine der größten Herausforderungen bei der Haustierhaltung.
Tierarztbesuche werden reduziert
Die finanziellen Belastungen wirken sich bereits auf das Verhalten vieler Tierhalter aus: 21 Prozent der Befragten geben an, seltener zum Tierarzt zu gehen und zunächst abzuwarten, ob ein Besuch wirklich nötig ist. „Das ist eine alarmierende Entwicklung, denn sie zeigt, dass die Angst vor hohen Rechnungen die medizinische Versorgung der Vierbeiner beeinträchtigen kann“, heißt es in der Studie.
Wachstum im Tierversicherungsmarkt
Um sich vor finanziellen Risiken zu schützen, schließen immer mehr Tierhalter Versicherungen ab. Seit der Einführung der neuen GOT im Jahr 2022 entschieden sich 11 Prozent der Befragten für eine Tierkrankenversicherung und 12 Prozent für eine OP-Versicherung. Besonders bei großen Tieren wie Pferden, deren Behandlungen oft besonders kostenintensiv sind, zeigt sich dieser Trend. So stiegen die Kosten für eine Kolik-Operation bei Pferden laut Daten der Uelzener Versicherungen von durchschnittlich 8.000 Euro auf rund 12.000 Euro.
Dr. Sebastian Tiedemann, Bereichsleiter Markt & Kunde bei den Uelzener Versicherungen, sieht in der Entwicklung großes Potenzial für den Tierversicherungsmarkt: „Die Menschen lieben ihre Tiere und wollen das Beste für sie, möchten sich aber auch finanziell absichern. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Tierhalter für eine Tierkrankenversicherung oder -OP-Versicherung. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Die Gesundheit der eigenen Tiere ist ein äußerst emotionales Thema, das in Verbindung mit den finanziellen Belastungen des Alltags und der hohen Quote an unversicherten Tieren ein enormes Wachstumspotenzial für den Tierversicherungsmarkt schafft.“
Über die Studie:
Die Haustier-Studie ist eine regelmäßige Umfrage, die vormals im August 2022 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der derzeitigen Erhebung, an der zwischen Juni und August 2024 fast 2.000 Personen teilgenommen haben, zeigen mehrere interessante Trends in Bezug auf die Tiergesundheit und den Versicherungsbedarf von Haustierhaltern. Durchgeführt wurde die Studie von takefive-media in Kooperation mit dem HorseFuturePanel.
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