Ambulante Rehabilitation gewinnt an Bedeutung
Die Deutsche Rentenversicherung verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei ambulanten Reha-Leistungen. Während die Zahl der stationären Behandlungen zurückgeht, entscheiden sich immer mehr Versicherte für eine ambulante Rehabilitation.
Rehabilitation ist eine der zentralen Aufgaben der Deutschen Rentenversicherung. Ziel der Reha-Leistungen ist es, die Erwerbsfähigkeit von Versicherten mit akuten oder chronischen Erkrankungen zu verbessern oder wiederherzustellen, sodass ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben verhindert wird. Im Jahr 2023 hat die Deutsche Rentenversicherung insgesamt knapp 994.000 Reha-Leistungen für Erwachsene und Kinder erbracht, während es im Vorjahr rund 923.000 waren. Dies entspricht einem Anstieg von 7,7 Prozent.
Die Nachfrage nach ambulanter Rehabilitation nimmt zu, das geht aus dem aktuellen Reha-Atlas hervor. Obwohl die meisten Reha-Leistungen für Erwachsene weiterhin stationär erbracht werden, nämlich rund 791.000 Mal im Jahr 2023, steigt die Anzahl der ambulant durchgeführten Leistungen seit Jahren. Die Zahl der ambulanten Reha-Leistungen stieg von knapp 144.000 im Jahr 2022 auf rund 156.000 im Jahr 2023, was einer Steigerung von 8,6 Prozent entspricht. „Die ambulante Rehabilitation hat sich etabliert und erzielt seit Jahren kontinuierlich gute Behandlungserfolge. Sie wird von den Versicherten selbst verstärkt nachgefragt“, erklärte Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Das Verhältnis von stationär zu ambulant durchgeführten Reha-Leistungen hat sich in den vergangenen Jahren verschoben. Während 2005 noch etwa 91 Prozent der Reha-Leistungen stationär erfolgten, waren es im Jahr 2023 nur noch rund 83 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Zahl ambulanter Leistungen von knapp 68.000 jährlich mehr als verdoppelt. Orthopädische Behandlungen dominieren sowohl bei stationären als auch bei ambulanten Leistungen. „Mit dem Angebot von ambulanten Rehabilitationen orientiert sich die Rentenversicherung an den Wünschen und an der Lebenswirklichkeit ihrer Versicherten. Erlerntes lässt sich direkt zu Hause und im Alltag anwenden. Das stärkt die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Rehabilitation“, betonte Gross.
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