Alternative zur gegenwärtigen Riesterrente gefordert

Den schnellen Aufbau einer Alternative zu den heutigen Riester-Produkten fordern Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Dabei sollen automatisch alle Beschäftigten einzahlen, die nicht explizit widersprochen haben. Die öffentliche Hand soll das Produkt organisieren, angelegt wird vor allem in Aktien.

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, dazu:

„Das Experiment, die zusätzliche Altersvorsorge in die Hände der Versicherungswirtschaft zu übergeben, ist gescheitert. Die Verbraucherinnen und Verbraucher leiden unter teuren, unübersichtlichen und ineffizienten Produkten. Wir brauchen endlich ein öffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt, das ohne unnötige Kosten und Vermittlungsprovisionen auskommt, leicht verständlich ist und durch langfristige Anlagen am Kapitalmarkt gute Renditen abwirft. Andere Länder wie Großbritannien und Schweden zeigen, dass so ein Modell funktioniert.“

Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen, sagt:

„[…] Ohne eine ergänzende kapitalgedeckte Altersvorsorge wird es nicht gehen. Fakt ist aber auch: Zusätzliche Altersvorsorge ist in Deutschland bislang kein Erfolgsmodell. Die Komplexität des Themas, aber auch etwa intransparente und teure Altersvorsorgeprodukte sind hierfür einige der Gründe. Deshalb muss die Politik jetzt handeln und die Rente zukunftsfest machen! Hessen hat bereits vor einiger Zeit mit der Deutschland-Rente einen eigenen Vorschlag präsentiert. Die Deutschland-Rente ist einfach, günstig, renditestark und sicher: das Standardprodukt für jedermann. Von der Deutschland-Rente würden gerade auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren, die nur über ein geringeres Einkommen verfügen. Ich hoffe, dass die von Hessen aus angestoßene Diskussion um ein staatlich organisiertes Standardprodukt der privaten Altersvorsorge nun nicht nur weiter Fahrt aufnimmt, sondern in Berlin auch zu konkreten Ergebnissen führt. […].“

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