Interesse an Sterbegeldversicherung steigt: Niederlande als Vorbild

In Deutschland sehen viele Bundesbürger die Sterbegeldversicherung eher skeptisch, aber dies scheint sich langsam zu ändern, wie eine Studie von Mediaworx zeigt: Im Google-Suchmaschinen-Ranking im Januar 2019 kam die Sterbegeldversicherung mit 18.100 Suchanfragen unter die Top 20.

Bei unseren niederländischen Nachbarn sieht dies anders aus, denn dort ist die Sterbegeldversicherung ähnlich hoch angesehen wie die Haftpflichtversicherung hierzulande: Rund 70 Prozent der Niederländer haben eine Sterbegeldversicherung. In Deutschland sind es nach Angaben der Monuta rund 17 Prozent.

Oliver Suhre, Geschäftsführer der Monuta Versicherungen Deutschland, erklärt:

„In der niederländischen Gesellschaft gehört der Tod zum Leben dazu – ein offener Umgang mit diesem Thema ist für alle selbstverständlich. Sie feiern das Lebensende bei Bestattungen ganz individuell auf den Verstorbenen zugeschnitten.“

Oliver Suhre wünscht sich ein ähnlich offenes Verhältnis der Deutschen zum Sterben und Bestatten wie das der Niederländer.

Mehr als die Hälfte der jungen Niederländer versichert

Im vergangenen Jahr versicherten sich 52 Prozent der Niederländer in der Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen. Vorher sind minderjährige Kinder bei ihren Eltern mitversichert.

Da das Durchschnittsalter bei Abschluss einer Sterbegeldversicherung hierzulande beträgt 50 Jahre.

Laut Statistikportal „Statista“ setzen 61 Prozent der Deutschen auf ihren Banksparplan oder das Tagesgeldkonto, mit denen Angehörige ihre Bestattungen bezahlen sollen. Doch beides zählt nicht zum staatlichen Schonvermögen.

Dies ist bei der Sterbegeldversicherung anders: Sie ist, sollte ein Angehöriger in Pflege kommen, staatlich geschützt und darf nicht aufgelöst werden. Ebenso verhält es sich bei Hartz IV: Müssen Wertanlagen aufgelöst werden, bleibt die Sterbegeldversicherung unantastbar.

Oliver Suhre sagt:

„Wir setzen alles daran, dass die Deutschen sich mit dem unvermeidlichen Thema realistisch auseinandersetzen und für angemessene Bestattungen vorsorgen – der positive Google-Trend zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

 

Bild: © hanspetersmits / pixabay.com

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