Neue Arbeitswelt beginnt im Klassenzimmer: Warum KI auch die Lehrerrolle verändert
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Unternehmen, sondern auch Schulen. Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt: Immer mehr Lehrkräfte nutzen KI im Unterricht und für die Unterrichtsvorbereitung. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Fortbildung und technischer Ausstattung. Für Versicherungsvermittler ist das mehr als ein Bildungsthema – denn Lehrkräfte zählen seit Jahrzehnten zu ihren wichtigsten Zielgruppen.
KI hält Einzug in den Schulalltag. Lehrkräfte setzen sie zunehmend für Unterricht, Organisation und Wissensvermittlung ein. Doch die eigentliche Veränderung liegt tiefer: Die Rolle der Lehrenden wandelt sich grundlegend. Wer Lehrerinnen und Lehrer berät, sollte diesen Wandel kennen – denn mit der Arbeitswelt verändern sich auch die Erwartungen an Beratung und Absicherung.
KI wird Teil des Schulalltags
Künstliche Intelligenz hat den Unterricht erreicht. Nach einer aktuellen Bitkom-Befragung nutzen inzwischen 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke. Die Einsatzfelder reichen von der Unterrichtsvorbereitung über die Wissensvermittlung bis zur Individualisierung von Lernmaterialien. Besonders häufig wird KI genutzt, um Schülerinnen und Schülern den Umgang mit der Technologie zu vermitteln.
Gleichzeitig sehen 66 Prozent der Lehrkräfte KI grundsätzlich als Chance für die schulische Bildung. Nur knapp ein Drittel bewertet die Entwicklung überwiegend kritisch.
Die eigentliche Herausforderung heißt Weiterbildung
Die spannendste Erkenntnis der Studie betrifft jedoch nicht die Nutzung selbst. Denn obwohl bereits mehr als die Hälfte der Lehrkräfte KI einsetzt, fühlen sich 58 Prozent im Umgang mit der Technologie noch unsicher. Gleichzeitig fordert eine große Mehrheit regelmäßige Fortbildungen zu digitalen Themen. Die Digitalisierung verändert damit nicht nur den Unterricht, sondern auch die Anforderungen an diejenigen, die Wissen vermitteln. Lehrkräfte werden zunehmend selbst zu Lernenden.
Neue Arbeitswelt beginnt im Klassenzimmer
Diese Entwicklung reicht weit über die Schule hinaus. Ähnliche Veränderungen zeigen sich derzeit auch in Unternehmen. Digitale Werkzeuge und Künstliche Intelligenz verändern nicht nur Arbeitsabläufe, sondern zunehmend auch die Rolle von Ausbildern, Trainerinnen und Führungskräften. Wissensvermittlung bedeutet heute immer häufiger, Orientierung zu geben, Lernprozesse zu begleiten und den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien einzuordnen. Die Schule wird damit zu einem frühen Spiegel jener Veränderungen, die viele Berufe bereits erfasst haben oder in den kommenden Jahren prägen werden.
Ähnliche Entwicklungen zeigen sich derzeit auch in der Versicherungswirtschaft. Dort investieren Unternehmen zunehmend in die digitalen Kompetenzen ihrer Ausbilder und verstehen Digitalisierung als Bestandteil moderner Nachwuchsförderung.
Schulen bleiben digital zweigeteilt
Die Studie macht zugleich deutlich, dass die Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich ausfallen. Nur knapp die Hälfte der Lehrkräfte bewertet die technische Ausstattung ihrer Schule als gut oder sehr gut. Ähnlich unterschiedlich werden die digitalen Kompetenzen der Kollegien eingeschätzt. Hinzu kommt, dass nur 46 Prozent der Lehrkräfte einen KI-Zugang über ihre Schule erhalten. Viele greifen deshalb auf private Accounts zurück. Nach Einschätzung des Bitkom bleibt deshalb neben der technischen Infrastruktur vor allem die kontinuierliche Qualifizierung der Lehrkräfte eine zentrale Aufgabe.
Lehrer bleiben eine wichtige Zielgruppe der Versicherungswirtschaft
Für Versicherungsvermittler lohnt sich ein genauer Blick auf diese Entwicklung. Lehrerinnen und Lehrer gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Zielgruppen vieler Vermittler – insbesondere im Beamtenbereich. Wer verstehen will, wie sich ihre Arbeitswelt verändert, versteht zugleich besser, wie sich Beratungsbedürfnisse verändern. Der Einsatz digitaler Technologien, neue Formen der Arbeitsorganisation und steigende Anforderungen an kontinuierliche Weiterbildung prägen zunehmend den Berufsalltag. Damit verändern sich auch Themen wie Arbeitsbelastung, Gesundheitsvorsorge, Dienstunfähigkeit oder Einkommensabsicherung.
Der Wandel beginnt damit nicht erst im Versicherungsbüro – sondern bereits im Klassenzimmer.
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