Ferienwohnungen in Deutschland boomen: 68,3 Millionen Online-Buchungen im Jahr 2025
Der Markt für Ferienunterkünfte wächst weiter. Immer mehr Reisende buchen ihre Aufenthalte über digitale Buchungsportale und erschließen damit auch Unterkünfte kleiner privater Anbieter, die bislang kaum in der amtlichen Statistik sichtbar waren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 über Airbnb, Booking.com und Expedia 68,3 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen und Ferienhäusern in Deutschland gebucht – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Digitale Buchungsportale treiben den Markt für Ferienwohnungen
Die Zahlen zeigen vor allem eines: Der Deutschlandtourismus gewinnt an Breite. Während Hotels weiterhin das Rückgrat des Beherbergungsmarktes bilden, schaffen Ferienwohnungen zusätzliche Kapazitäten und eröffnen Reisenden mehr Auswahl. Besonders Regionen außerhalb klassischer Hotelstandorte profitieren davon, dass private Vermieter ihre Unterkünfte über digitale Buchungsportale einem breiten Publikum anbieten können.
Kleine Vermieter gewinnen an Bedeutung
Ein wesentlicher Mehrwert der neuen Daten liegt in ihrer Aussagekraft. Rund 94 Prozent der über die Plattformen vermittelten Übernachtungen entfallen auf Betriebe mit weniger als zehn Betten. Diese kleinen Anbieter werden in der klassischen Tourismusstatistik bislang nicht erfasst. Damit schließen die Plattformdaten eine wichtige Informationslücke und zeichnen ein vollständigeres Bild des deutschen Ferienwohnungsmarktes.
Inlandstourismus bleibt Wachstumsmotor
Besonders dynamisch entwickelte sich der Inlandstourismus. Deutsche Gäste buchten 48,5 Millionen Übernachtungen – ein Zuwachs von 15,3 Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig nahm auch die Nachfrage aus dem Ausland weiter zu. Mit 19,8 Millionen Übernachtungen lag sie um 7,8 Prozent über dem Vorjahreswert und deutlich über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Deutschland behauptet damit seine Attraktivität sowohl als Reiseziel für internationale Gäste als auch für den Urlaub im eigenen Land.
Bayern bleibt Spitzenreiter bei Ferienwohnungen
Regional verteilt sich die Nachfrage auf zahlreiche Bundesländer. Bayern verzeichnete mit 10,6 Millionen Übernachtungen die höchste Zahl, gefolgt von Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Während Küsten- und Ferienregionen vor allem vom Inlandstourismus profitieren, ziehen Metropolen wie Berlin weiterhin überdurchschnittlich viele internationale Gäste an. Diese breite Verteilung stärkt die touristische Wertschöpfung in den Regionen und unterstützt Gastronomie, Einzelhandel und weitere touristische Dienstleistungen.
Ferienwohnungen ergänzen den Deutschlandtourismus
Die Entwicklung verdeutlicht, dass digitale Buchungsportale den Zugang zum touristischen Markt erleichtern. Private Vermieter erreichen Gäste einfacher als noch vor wenigen Jahren und können vorhandene Ferienimmobilien wirtschaftlich nutzen. Gleichzeitig profitieren Reisende von einer größeren Auswahl an Unterkünften. Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass Ferienwohnungen heute ein fester Bestandteil des deutschen Tourismusangebots sind und dessen Wachstum nachhaltig unterstützen.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Unternehmensdaten von Eurostat zu Buchungen über Airbnb, Booking.com und Expedia, Pressemitteilung 2026.
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