ERGO schließt Übernahme von ADB Gjensidige im Baltikum ab

ERGO hat die Übernahme des baltischen Nichtlebensversicherers ADB Gjensidige erfolgreich abgeschlossen. Mit der Transaktion stärkt die Versicherungsgruppe ihre Marktposition in Litauen, Lettland und Estland und baut ihr Vertriebsnetz in der Region deutlich aus.

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Der ERGO-Hauptsitz in Düsseldorf.Der ERGO-Hauptsitz in Düsseldorf.ERGO

Abschluss nach behördlicher Genehmigung

Die ERGO International AG, die das internationale Geschäftsportfolio der ERGO Group steuert, hat den Vollzug der Übernahme von ADB Gjensidige bekannt gegeben. Die Transaktion umfasst die ehemalige litauische Tochtergesellschaft des norwegischen Versicherers Gjensidige Forsikring ASA sowie deren Niederlassungen in Estland und Lettland.

Alle für den Abschluss erforderlichen Bedingungen seien planmäßig erfüllt worden, darunter die regulatorischen Genehmigungen in allen drei baltischen Staaten. In einer nun beginnenden Übergangsphase wird ADB Gjensidige schrittweise in die ERGO-Strukturen integriert.

Stärkung der Marktposition im Baltikum

Mit der Akquisition baut ERGO ihre Präsenz in Litauen, Lettland und Estland weiter aus. Gemessen am Prämienvolumen positioniert sich die Gruppe nach eigenen Angaben künftig als drittgrößtes Versicherungsunternehmen im Baltikum. ADB Gjensidige brachte bislang die Stellung als sechstgrößter lokaler Nichtlebensversicherer in der Region ein.

Durch die Zusammenführung sollen Kompetenzen in Produktentwicklung und Vertrieb über sämtliche Versicherungssparten hinweg gebündelt werden. Gleichzeitig wächst das Vertriebsnetz von ERGO zum zweitgrößten in der Region. Perspektivisch ist vorgesehen, in allen drei Ländern unter einer einheitlichen Marke aufzutreten.

Strategische Einordnung durch den Konzern

„Der erfolgreiche Abschluss dieser Akquisition ist ein bedeutender Schritt in der Ambition, unser diversifiziertes, robustes Geschäft weiter auszubauen und uns nachhaltig unter den führenden Versicherungsunternehmen in allen unseren Märkten zu positionieren“, erklärte Theo Kokkalas, Vorsitzender des Vorstands der ERGO International AG und Chief Operating Officer von ERGO International.

Die Transaktion eröffne langfristige Wachstumschancen in einem dynamischen Marktumfeld und stärke die regionale Position der Gruppe nachhaltig, so Kokkalas weiter.

Fokus auf Integration und Kundennähe

Auch aus regionaler Perspektive wird die Zusammenführung als strategischer Schritt eingeordnet. Ursula Clara Deschka, Vorstandsvorsitzende von ERGO Baltics, betonte, dass durch die Bündelung von Teams, Kompetenzen und Fachwissen die Voraussetzungen geschaffen würden, um als Mehrspartenversicherer im Baltikum weiter zu wachsen.
Ziel sei es, näher an Kunden und Partnern in allen drei Ländern zu agieren und das bestehende Produkt- und Dienstleistungsportfolio weiterzuentwickeln.

Übergangsphase bis Jahresende

Der Fusionsprozess beginnt mit dem Closing der Transaktion und wird schrittweise bis zum Jahresende umgesetzt. Während dieser Zeit agieren ERGO und ADB Gjensidige weiterhin als getrennte Gesellschaften. Die Marke ADB Gjensidige bleibt zunächst bestehen, bevor sie vollständig in ERGO aufgeht.
Technisch erfolgt die Integration durch die Zusammenführung von ADB Gjensidige mit ERGO Insurance SE als übernehmender Gesellschaft. Das Krankenversicherungsportfolio von ADB Gjensidige wird nach Abschluss der Fusion von ERGO Life Insurance SE übernommen.

Geschäftszahlen unterstreichen regionale Bedeutung

ERGO ist im Baltikum mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: ERGO Insurance SE als Schaden- und Unfallversicherer sowie ERGO Life Insurance SE für Lebens- und Krankenversicherungen. Beide Gesellschaften erzielten im Geschäftsjahr 2024 zusammen einen Versicherungsumsatz von 343,5 Millionen Euro.
ADB Gjensidige konzentrierte sich bislang vor allem auf Kfz-, Sach- sowie Unfall- und Krankenversicherungen für private und gewerbliche Kunden und erwirtschaftete 2024 einen Versicherungsumsatz von 158,9 Millionen Euro.
Die zugrunde liegenden Verträge zwischen ERGO International AG und Gjensidige Forsikring ASA waren bereits am 25. Juli 2024 unterzeichnet worden.

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