BVI und chinesischer Fondsverband unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Deutschland und China rücken im Fondsmarkt enger zusammen: Der BVI und die Asset Management Association of China haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit dem neuen MoU sollen Austausch, Marktöffnung und Regulierungsthemen stärker verzahnt werden – ein Signal in einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen.

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Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI, und Bu Min, stellvertretende Generalsekretärin der AMACThomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI, und Bu Min, stellvertretende Generalsekretärin der AMACBVI

Der deutsche Fondsverband BVI und die chinesische Asset Management Association of China (AMAC) haben ein Memorandum of Understanding (MoU) abgeschlossen, das den Austausch zwischen beiden Märkten auf eine neue Ebene heben soll. Unterzeichnet wurde das Abkommen von BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter und Bu Min, stellvertretende Generalsekretärin der AMAC, am Rande des Sino-European Finance Summit.

Mehr institutioneller Austausch – und gemeinsame Veranstaltungen

Mit dem MoU schaffen beide Verbände einen strukturierten, hochrangigen Austausch. Vereinbart wurden:

  • regelmäßige gegenseitige Delegationsbesuche,
  • engere Zusammenarbeit bei Branchenkonferenzen,
  • gemeinsame Veranstaltungen zwischen Marktteilnehmern beider Länder,
  • ein verstärkter Informationsaustausch zu Regulierung und Marktstandards.

Für die Branche bedeutet dies einen formellen Rahmen, um Fragen der Marktöffnung, des Vertriebs und der Regulierung künftig systematischer zu adressieren.

Europas größter Fondsmarkt trifft auf dynamisches Wachstum

Hintergrund der Vereinbarung ist die Bedeutung beider Märkte: Deutschland verwaltet über 4,7 Billionen Euro Vermögen und ist der größte Fondsmarkt Europas – mit mehr als 600 Assetmanagern aus rund 40 Ländern. China gilt als einer der am schnellsten wachsenden Fondsstandorte, dessen Marktvolumen inzwischen etwa 9 Billionen Euro erreicht. Das gegenseitige Interesse am Marktzugang steigt seit Jahren, insbesondere vor dem Hintergrund von Internationalisierung und institutionellen Großinvestoren.

Sino-European Finance Summit als Brücke

Der Sino-European Finance Summit wurde vom BVI in Kooperation mit der Bank of China organisiert und brachte rund 200 Vertreter aus Assetmanagement, Banken, Börsen und Behörden zusammen. Ziel war es, künftige Geschäftsbeziehungen zu erleichtern und bestehende Hürden transparenter zu machen.

Neuer Leitfaden für Investitionen in China

Zusätzlich veröffentlichte der BVI gemeinsam mit der Bank of China den Leitfaden „Investment in China“. Der Schwerpunkt liegt auf:

  • grenzüberschreitenden Investments,
  • regulatorischen Rahmenbedingungen,
  • Marktzugang für europäische Fondsanbieter,
  • Voraussetzungen für die Gründung von Fondsgesellschaften in China.

Der Leitfaden versteht sich als Orientierungshilfe für Anbieter, die den Markteintritt prüfen oder bestehende Aktivitäten vertiefen möchten.

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