Wettbewerbszentrale: weniger Beschwerden gegen Vermittler
Der Jahresbericht 2017 der Wettbewerbszentrale zeigt auf, dass es im vergangenen Jahr weniger Beschwerden über Vermittler aus der Versicherungs- und Finanzbranche gab. Die Anzahl ging von 149 auf 147 zurück.
Insgesamt hat die Wettbewerbszentrale im vergangenen Jahr 10.478 Anfragen und Beschwerden wegen unlauteren Wettbewerbs bearbeitet. In 3.474 Fällen ist die Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft mit förmlichen Untersagungsverfahren gegen Wettbewerbsverstöße eingeschritten. Darüber hinaus sind 464 Unternehmen wegen kleinerer Rechtsverstöße formlos verwarnt und zur Änderung der Werbung aufgefordert worden.
Im Jahr 2017 führte die Wettbewerbszentrale insgesamt knapp 590 Gerichtsverfahren. 292 Verfahren sind im letzten Jahr abgeschlossen worden. Davon hat die Wettbewerbszentrale sich in gut 90 Prozent der Fälle durchsetzen können.
Fälle von Irreführungen
Auf Vergleichs- und Vermittlungsportalen mangelt es häufig noch an Transparenz. Aber es geht nicht nur um Transparenz, sondern auch um Irreführungen:
Eine Plattform zur Immobilienmakler-Vermittlung hatte beispielsweise damit gepriesen, bei ihrer Maklersuche erfolge eine Auswahl aus 30.000 Maklern. Tatsächlich wurden aber nur diejenigen vermittelt, die eine Provisionsvereinbarung mit dem Plattformbetreiber abgeschlossen haben.
Eine andere Plattform hatte sich als "unabhängig" dargestellt, obwohl der Betreiber letztlich ein deutliches Eigeninteresse an der Vermittlung von Leistungen über seine Plattform hatte, weil er dadurch Provisionen verdient. Die Klage der Wettbewerbszentrale wegen Irreführung ist anhängig beim LG Berlin (Az. 15 O 295/17).
Bild: © nd3000 / fotolia.com
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