Allianz und Munich Re versichern Kohleausbau

Veröffentlichung: 13.02.2018, 09:02 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

Die Allianz und die Munich Re stehen am Pranger: Laut der Studie „Dirty Business“ der internationalen NGO-Kampagne „Unfriend Coal“ versichern die Konzerne den Ausbau der Kohle in Polen.

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Kohle ist eine der größten Antreiber des Klimawandels. Während viele europäische Staaten aus der Förderung des Kohlebaus aussteigen, macht Polen das Gegenteil: Im Land werden neue Kraftwerke und Braunkohletagebaue errichtet.

Diese werden von der Allianz und der Munich Re versichert. Aber auch Axa, Generali und Aegon gehören unter anderem zu den Versicherern.

Laut dem Bericht entfallen auf die Allianz mindestens neun Verträge, auf die polnische Munich Re-Tochter Ergo Hestia minimal zwölf. So ist die Munich Re bei den Kraftwerken beziehungsweise Minen in Kozienze, Opole, Turów und Ze Pak, die Allianz in Kozienze, Opole und Ze Pak beteiligt.

Wie der WWF 2016 errechnet hat, ist die gesundheitsschädliche Wirkung polnischer Kohlefirmen verheerend: Jährlich sterben ungefähr 5.800 Menschen vorzeitig – 1.140 in Polen selbst, 4.690 in anderen Ländern.

Vor allem ist die Beteiligung der Allianz, Munich Re und Generali paradox, weil sie als große Lebensversicherungen damit Kraftwerke versichern, die laut WWF für Krankheiten und sogar den vorzeitigen Tod von Menschen verantwortlich sind. In Deutschland und Italien sterben 620 beziehungsweise 430 Menschen durch polnische Kraftwerke vorzeitig.

Laut dem Bericht wächst der Druck auf die Versicherungen, die Geschäfte zu prüfen und künftig nicht mehr polnische Kohlekraftwerke und Minen zu versichern, um ihrem sauberen Image gerecht zu werden und im Sinne ihrer Versicherungsnehmer zu handeln.

Bild: © Sergey Nivens / fotolia.com

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