Fünf Monate vor der Einführung von MiFID II präsentierte der Maklerpool FONDSNET erste konkreten IT-Lösungen in Verbindung mit den neuen regulatorischen Anforderungen. Ein 25-köpfiges Team arbeitet an den notwendigen Anpassungen der Systeme. Das Investitionsvolumen für das MIFID-Projekt liegt bei rund 1,2 Millionen Euro.
Mit den wesentlichen Systemerweiterungen tragen freie Finanzdienstleister, Vermögensverwalter und Banken den ab 2018 neu geltenden Bestimmungen in der Finanzberatung rechtskonform Rechnung. Teil dessen sind unter anderem die erforderlichen Erweiterungen im Rahmen der neuen Protokollierungssoftware für das Aufzeichnen und Archivieren von Kundengesprächen.
Georg Kornmayer, Geschäftsführer von FONDSNET, führt dazu aus:
Georg Kornmayer, Geschäftsführer von FONDSNET„Ohne eine leistungsstarke IT sind die weitreichenden neuen Anforderungen durch MiFID II für einen Berater kaum zu stemmen. Eine papiergebundene Beratung beziehungsweise Vermittlung wird ab 2018 nur noch in den seltensten Fällen möglich sein, da unzählige Daten, etwa für den kommenden Exante-Kostenausweis und die neue Zielmarktdefinition, vorgehalten werden müssen.“
Praktisch sind alle IT-Module von den regulatorischen Änderungen betroffen. Selbst ein an sich recht simpler Fondsvergleich wird unter MiFID II künftig um eine Product Governance-Analyse ergänzt.
Gleichzeitig vereinfacht FONDSNET seine gesamte Beratungsdokumentation durch eine integrierte, automatisierte Geeignetheitsprüfung und passt darüber hinaus auch seine Tools zur Strukturierung von Portfolios an.
Der FONDSNET Portfolio BuilderTM und auch der FONDSNET Portfolio AnalyzerTM werden bis Ende 2017 weiter ausgebaut und um einen MiFID II-konformen Produktabgleich erweitert. Nicht nur beim Aufwand, auch bei der künftigen Anwendung setzt MiFID II neue Maßstäbe. Die neuen und klaren Regeln werden Beratern künftig auch helfen, nachvollziehbare und rechtssichere Anlageempfehlungen abzugeben.
Kornmayer ist überzeugt:
„Die klare Strukturierung wird die Beratung zukünftig deutlich effizienter gestalten und gleichzeitig zu einer Verschlankung des Dokumentationsaufwands führen. Aus meiner Sicht bietet MiFID II für die Marktakteure deshalb auch sehr viele Chancen.“
Bereits im September sollen die ersten MiFID II-tauglichen IT-Komponenten und Tools live gestellt werden und sämtliche Anpassungen sollen bereits vor dem Jahreswechsel abgeschlossen sein. Das Ziel ist, die angeschlossenen Vertriebspartner frühzeitig zu informieren und auch in Verbindung mit den Jahresendgesprächen die zusätzlich notwendigen Informationen für die MiFID-konformen Kundenprofile einholen zu können, um gleich zu Beginn des neuen Jahres vom Start weg rechtlich sauber zu beraten. Geschäftspartner der FONDSNET sollen mit einem echten Vorsprung in die neuregulierte Welt starten.
Bilder: (1) © Sergey Nivens / fotolia.com (2) © FONDSNET
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