PKV-Map-Report: Vertragskennzahlen
Bei der Auswertung der Vertragsdaten werden drei Beispielrechnungen mit jeweils zwei unterschiedlichen Laufzeiten berücksichtigt, die jeweils auf der prozentualen und der absoluten Entwicklung der Bestandsbeiträge basiert. Dabei werden folgende Fragen beantwortet: Wie hat sich der Bestandsbeitrag in der Vollkostenversicherung, in der Restkostenversicherung und in der stationären Zusatzversicherung entwickelt? Neu ist eine Bewertung zur Flexibilität der Tarife, hier fließen zehn Fragen rund um die Tarifausgestaltung ein.
39 von 100 möglichen Punkten werden für die Vertragsdaten aufgewendet, wobei maximal 34 Punkte für die Beitragsentwicklungen und bis zu fünf Punkte für die Flexibilität der Verträge vergeben werden. Spitzenreiter der Betrachtungen im Segment Vertragskennzahlen ist der Deutsche Ring vor Provinzial Hannover, Barmenia und Hallesche.
Die Problematik für den Vergleich einzelner Tarife ist bekannt, deshalb baut das PKV-Rating auf anderen Konstanten auf. Verglichen werden bestimmte Tarifleistungen mit den Beiträgen. Im Mittelpunkt steht dabei die Beitragsentwicklung eines bestimmten Vertrages, der vom Kunden in den Jahren 2000 bzw. 2005 abgeschlossen wurde, da dieser Kunde seine gesundheitliche Zukunft mit den finanziellen Konsequenzen eines Unternehmens gekoppelt hat. Insofern beinhaltet das PKV-Rating des Map-Report keinen Preis-/Leistungsvergleich.
Damit für diese Zeiträume ansatzweise vergleichbare Ergebnisse dargestellt werden, wurde die unrealistische Annahme zugrunde gelegt, dass sich die über die Jahre hinweg veränderte Lebenssituation der versicherten Person nicht in Tarifwechseln niederschlägt.
„Junge“ Versicherungsgesellschaften verbuchen somit beim Schadenverlauf durch die Selektionswirkungen bei sich aufbauenden Versichertenbeständen Vorteile gegenüber mittlerweile langjährig am Markt agierenden Gesellschaften. Wenn nun bei der Definition der Bewertungskriterien für die Beitragsentwicklung jüngere Gesellschaften mit kleinen Beständen vollumfänglich mit einflössen, würde dies den Durchschnittswert für alle Versicherer deutlich senken und die Bestandsrealitäten der Branche nicht ausreichend realitätsnah darstellen.
Dies hat zur Konsequenz, dass in die Mittelwertberechnungen nur die Versicherungsgesellschaften einbezogen werden, deren Bestände die Marke von 30.000 Vollversicherten übersteigen. Concordia, Mecklenburgische und Provinzial bleiben somit in der genannten Mittelwertberechnung unberücksichtigt.
Bilder: (1) © Bits and Splits / fotolia.com (2) © Map-Report
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