Hochwasser? Trifft mich doch nicht!

Rund zwei Drittel der Eigenheimbesitzer in Deutschland sind überzeugt, nie von Überschwemmungen oder Hochwasser betroffen zu sein. Gleichzeitig gehen über 90 Prozent von ihnen davon aus, umfassend gegen Naturgefahren abgesichert zu sein. Viele Hauseigentümer unterschätzen somit die tatsächliche Gefahrenlage, wie eine ganz aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) als Kernergebnis präsentiert.

(PDF)
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Sturzfluten können überall auftreten und schnell entstehen Schäden von 100.000 Euro und mehr an einem Wohngebäude. Doch rund 11 der 17,5 Millionen Hausbesitzer in Deutschland sind nicht gegen Überschwemmungen durch Starkregen oder Hochwasser versichert. Dazu GDV-Präsident Alexander Erdland:

„Wo und wann die nächsten Schäden entstehen, wissen wir nicht; aber wir wissen, dass nahezu jeder, der eine Versicherung will, auch eine bekommt.“

Bundesweit sind zwar doppelt so viele Wohngebäude wie noch 2002 (19 Prozent) gegen Elementarschäden versichert, insgesamt aber doch nur 37 Prozent. Aber erst durch eine zusätzliche Elementarschadendeckung ist ein Haus rundum gegen Naturgefahren abgesichert und damit die Vollkasko für das Haus komplett.

Laut der repräsentativen GfK-Befragung gibt es drei zentrale Gründe, warum Hausbesitzer auf die Elementarschadenversicherung verzichten:

1. Persönliches Risiko wird unterschätzt

Eigenheimbesitzer fühlen sich von Feuer, Sturm und Hagel bedroht, dabei kann Starkregen mit Überschwemmungen überall in Deutschland auftreten. Die schweren Unwetter in diesem Frühjahr haben das erneut gezeigt. Insgesamt haben die Versicherer 1,2 Milliarden Euro für diese Schäden geleistet.

Die GfK-Befragung fand zum Teil vor und nach diesen Unwettern statt. Im Ergebnis hat sich aber gezeigt, dass aktuelle Katastrophen kaum Einfluss auf die eigene Risikowahrnehmung haben: Knapp 60 Prozent der unmittelbar nach den Unwettern Befragten können sich nicht vorstellen, dass ihre Wohngegend überschwemmt werden könnte.

2. Hausbesitzer sehen sich ausreichend versichert

Der Großteil der Befragten fühlt sich bereits ausreichend abgesichert. In den meisten Fällen hat sich dies aber als falsch herausgestellt. „Vielen ist nicht bewusst, dass ihre Gebäudeversicherung zwar Schäden durch Feuer, Sturm oder Hagel abdeckt, nicht aber Schäden durch Starkregen oder Hochwasser“, sagt Erdland. Hierfür ist zusätzlich eine Elementarschadenversicherung nötig.

3. Schutz wird für zu teuer gehalten

Die Mehrheit (51 Prozent) der Umfrageteilnehmer antwortet auf die Frage, warum sie keine Elementarschadenversicherung haben, sie sei zu teuer. Dabei kostet der notwendige Elementarschadenschutz für die meisten Hausbesitzer unter hundert Euro im Jahr. Mit Abschluss der Versicherung erhält der Kunde die Garantie, dass sein Haus im Fall der Fälle vom Versicherer zu den aktuellen Standards wieder aufgebaut wird.

Breites Angebot an Versicherungsschutz vorhanden

Erdland erläutert:

„Die GfK-Umfrage zeigt deutlich, dass es einfach ist, Versicherungsschutz gegen Elementarschäden zu finden.“

96 Prozent der Befragten, die ihr Haus bereits mit einer Elementarschadenversicherung schützen, haben diese problemlos erhalten. Auch die übrigen vier Prozent konnten Versicherungsschutz finden, beispielsweise nach einer individuellen Prüfung durch den Versicherer. Von den Befragten haben lediglich zwei Prozent nicht sofort bei der ersten Anfrage ein Versicherungsangebot erhalten und mussten sich an weitere Versicherer wenden.

Die Anzahl derer, die keine Elementarschadenversicherung bekommen haben, ist der GfK-Umfrage zufolge statistisch kaum messbar. Das Angebot an Elementarschadenversicherungen ist groß: 120 Sachversicherer können nahezu jedes Gebäude in Deutschland problemlos versichern. Welche Unternehmen das sind, kann hier nachgelesen werden.

Bild: © Nomad_Soul / fotolia.com

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