Wer wenn nicht ich?

Veröffentlichung: 02.08.2016, 09:08 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Auch wenn es anstrengend ist, die Deutschen übernehmen gerne Verantwortung, für die Familie, das persönliche Umfeld, im Beruf oder auch für sozial Benachteiligte. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hatte dazu im Auftrag von CosmosDirekt eine breit angelegte Studie durchgeführt.

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Wer Verantwortung übernimmt, hat viele Termin und trotz dieser zusätzlichen Belastung, ist der Begriff für die Mehrheit der Deutschen (89 Prozent) eher positiv besetzt. Lediglich für 7 Prozent ist Verantwortung etwas Negatives.

Zur Studie „Wer, wenn nicht ich? – Verantwortung in Deutschland“

Klar wird durch die Untersuchung auch, verantwortliches Handeln umfasst unterschiedliche Lebensbereiche. Auf die Frage, wofür aktiv Verantwortung getragen wird, nennt der Großteil der Befragten die eigene Gesundheit (84 Prozent). Aber auch für die Familie (83 Prozent), die eigene finanzielle Vorsorge (75 Prozent) sowie die Umwelt (73 Prozent) setzen sich die Deutschen ein.

Das Übernehmen von Verantwortung für andere Menschen beschränkt sich nicht nur auf Verwandte und Freunde: 42 Prozent tragen aktiv Verantwortung für sozial Bedürftige, weitere 27 Prozent für Flüchtlinge. All dies tun die Befragten aber nicht nur aus Pflichtgefühl. Vier von fünf Menschen in Deutschland (79 Prozent) verbinden mit Verantwortung im Privatleben einen Lebenssinn.

Auf den Partner ist Verlass

Allerdings bedeutet für ca. 38 Prozent der Befragten Verantwortung im Privatleben auch Stress.2 Fest steht auch, wer sich viel vornimmt, braucht ein starkes Netzwerk – und zusätzlich Menschen, auf die er zählen kann.

Für 62 Prozent der Deutschen ist das vor allem der eigene Partner: Sie geben an, sich in jedem Fall auf ihre bessere Hälfte verlassen zu können.3 Eltern (48 Prozent), Freunde (44 Prozent) und Geschwister (32 Prozent) sind ebenfalls eine starke und verlässliche Stütze für die Deutschen. 13 Prozent sagen auch, dass sie sich in jedem Fall auf Kollegen verlassen können.

Pflichtbewusstsein im Beruf

Verantwortung im Berufsleben bedeutet für Erwerbstätige in Deutschland vor allem, Aufgaben zu übernehmen (98 Prozent), Verpflichtungen einzugehen (97 Prozent) sowie Zeit zu investieren (91 Prozent).Die Mehrheit der Befragten (72 Prozent) gibt an, derzeit genau das richtige Maß an beruflicher Verantwortung zu tragen.

Dass sie diese irgendwann unfreiwillig abgeben müssen, halten die meisten für unrealistisch: Nur 5 Prozent schätzen das Risiko einer Berufsunfähigkeit, etwa durch einen Unfall oder eine Krankheit, als sehr hoch ein. Dagegen abgesichert hat sich dennoch mehr als jeder Zweite (56 Prozent).

Verantwortung bedeutet auch Vorsorgen

Für 88 Prozent der Befragten bedeutet Verantwortung im Privatleben auch, finanziell für die Zukunft vorzusorgen.Gerade bei privater Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitspolicen ist es wichtig, dass Sparer an die Inflation denken: Sie sollten prüfen, ob die Anlage auch genug Rendite abwirft, damit sie künftig ihren Lebensstandard halten können. Dieser Verantwortung hat sich laut Umfrage jeder siebte Deutsche (13 Prozent) gestellt und legt sein Geld aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen anders an.

Bevölkerungsrepräsentative Studie „Wer, wenn nicht ich? – Verantwortung in Deutschland“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im Juni 2016 wurden in Deutschland 2.000 Personen ab 18 Jahren befragt.
Mehrfachnennungen möglich
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