Die Assekuranz und ihr Image: Anspruch versus Wirklichkeit

Veröffentlichung: 31.05.2016, 13:05 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Das Ansehen der Assekuranz in Deutschland hat in den letzten Jahren gelitten – das ist nichts Neues. Trotz überdurchschnittlicher Bezahlung hat die Branche Nachwuchsprobleme, nur wenige Hochschulabsolventen können sich eine Karriere in der Assekuranz vorstellen.

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Die V.E.R.S. Leipzig GmbH hat unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Fred Wagner vom Institut für Versicherungslehre der Universität Leipzig nun eine neue Konferenz ins Leben gerufen. Sie soll ein Forum für die Diskussion über Problemstellungen in den Bereichen Außendarstellung und Kommunikation der Branche bieten. Außerdem sollen Lösungsansätze aus Wissenschaft und Praxis vorgestellt werden.

Die Vorwürfe an die Branche sind vielfältig. So wirft man den Unternehmen niedrige Rückkaufswerte in der Lebensversicherung vor, komplexe Produkte und Provisionsexzesse werden beklagt, angeblich unfaire Schadenregulierungspraktiken angemahnt. In Folge dessen hat auch das Bewusstsein für die gesellschaftliche Relevanz kollektiver Risikoabsicherung nachgelassen:

„Versicherungsprodukte werden häufig als notwendiges ‚Übel‘ gesehen. Der maßgebliche Beitrag der Versicherungswirtschaft zum Wohlstand und Wachstum wird nach außen nicht transportiert“,

so Alina Singer, Geschäftsführerin der V.E.R.S. Leipzig GmbH.

Das negative Image trifft die Branche nicht erst jetzt. Aber in einer Zeit großer wirtschaftlicher Unsicherheit, niedriger Zinsen und nervöser Kapitalmärkte wiegt es besonders schwer. Zusätzlich zeigen sich verheerende Auswirkungen auf dem Bewerbermarkt. Dazu Prof. Wagner:

„Gerade die für die Assekuranz angesichts der Digitalisierung und weitreichender anstehender Umwälzungen so wichtigen High Potentials sind derzeit kaum bereit, eine Karriere in der Versicherungsbranche zu beginnen“,

Ausgehend davon sind Impulse zur strategischen Profilierung der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette und zur Schärfung des Kommunikationsprofils unerlässlich. Die Auftaktkonferenz „Image der Versicherungswirtschaft: Anspruch vs. Wirklichkeit“ am 1. Juni 2016 in Köln soll hierzu eine Plattform für die Analyse und Diskussion aktueller Problemstellungen und möglicher Lösungsansätze schaffen.

Namhafte Referenten haben ihre Teilnahme zugesagt. Unter anderem konnte Frau Ulrike Pott, Leiterin Content-/Themenmanagement beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., für einen Vortrag über das „Image der Versicherungsbranche – neue Wege der Kommunikation“ gewonnen werden. Aus der Perspektive der Versicherungsnehmer wird sich Frau Andrea Heyer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Sachsen e.V., dem Thema nähern und dazu einen Impulsbeitrag „Das Leistungsversprechen des Versicherers – Brennpunkte aus Kundensicht“ halten. Abschließend wird eine Podiumsdiskussion mit weiteren renommierten Teilnehmern zum Thema „Wege aus der Imagefalle“ stattfinden. Bei dieser wird Herr Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e. V., die Sicht des Vertriebs vertreten.

Bild: © eugenepartyzan / fotolia.com

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