Die 3K'S - darüber streiten die Deutschen

Veröffentlichung: 27.04.2016, 09:04 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Crash! Boom! Bang! Jeder vierte Deutsche kennt dieses Szenario. Eine YouGov-Umfrage, die mit rund 2.000 befragten Personen im Auftrag von ROLAND Rechtsschutz durchgeführt wurde, sagt dass 26 Prozent der Befragten in den letzten fünf Jahren mindestens einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt waren – ob als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer.

(PDF)
Auto-Unfall-Streit-4842232-FO-Vuk-VukmirovicAuto-Unfall-Streit-4842232-FO-Vuk-Vukmirovic

Dabei sind Männer mit 28 Prozent etwas häufiger betroffen als Frauen mit 24 Prozent. Auch jüngere Menschen trifft es mehr als ältere. Bei den unter 35-Jährigen gab rund ein Drittel an, in den letzten fünf Jahren mindestens einen Unfall im Straßenverkehr gehabt zu haben, bei den über 35-Jährigen war es nur knapp jeder Vierte (24 Prozent).

Alte Weisheit: Frauen sind vorsichtiger

Stress im Straßenverkehr beruht jedoch nicht zwingend nur auf Verkehrsunfällen. Gerade kleine Verkehrssünden bringen den deutschen Verkehrsteilnehmern Ärger. Jeder zweite Deutsche (49 Prozent) musste in den vergangenen fünf Jahren wegen eines Verkehrsdelikts ein Bußgeld zahlen.

Die mit Abstand häufigsten Gründe dafür:

  • eine Geschwindigkeitsüberschreitung (33 Prozent)
  • Falschparken (21 Prozent)

Männer nehmen es außerdem mit Verkehrsvorschriften nicht so genau, dementsprechend wurden sie auch häufiger zur Kasse gebeten als Frauen:

  • Geschwindigkeitsüberschreitungen (41 Prozent vs. 26 Prozent)
  • Falschparken (24 Prozent vs. 18 Prozent)

Regionale Unterschiede

Hessische Autofahrer sind der Umfrage nach, besonders flott unterwegs. 41 Prozent ließen sich bei einer Spritztour unfreiwillig ablichten. Auf Hessen, folgen Niedersachen (39 Prozent) und Baden-Württemberg (36 Prozent) in der Hitliste der Blitzlichter. Völlig abgeschlagen auf dem letzten Platz der Temposünder: Berlin! Unter den Hauptstädtern finden sich im Bundesländervergleich die wenigsten Geschwindigkeitsrowdys (17 Prozent) – dafür leben hier die meisten Falschparker (27 Prozent).

Schuldfrage, Schadenshöhe, Schmerzensgeld

Dass ein Verkehrsunfall nicht nur Ärger, sondern auch Kosten mit sich bringt und unter Umständen auch vor Gericht enden kann, erfuhren 15 Prozent der Befragten. Von den Befragten mittleren Alters (45 bis 54 Jahre) hat bereits jeder Fünfte (20 Prozent) schon einmal einen Verkehrsunfall mit anschließendem Rechtsstreit erlebt. Bei mehr als der Hälfte aller Streitigkeiten (52 Prozent) ging es um die Schuldfrage. Außerdem häufige Ärgernisse: die Höhe des Schadens (27 Prozent) und Streit ums Schmerzensgeld (20 Prozent).

Bei der Frage, ob der Rechtsstreit für die Betroffenen einen positiven oder negativen Ausgang hatte, zeigen sich gehaltsabhängige Unterschiede: Personen mit einem Nettoeinkommen von bis zu 2.000 Euro gewinnen deutlich seltener (60 Prozent) einen Rechtsstreit als finanziell besser Gestellte. Bei den Besserverdienern lag die „Gewinnquote“ bei 73 Prozent. Nicht einmal jeder fünfte Deutsche verfügt aktuell über einen Verkehrs-Rechtsschutz und verzichtet damit auf die Möglichkeit, risikofrei bei unterschiedlichsten Konflikten zu agieren.

Bild: (1) Vuk Vukmirovic / fotolia.com (2) Roland Rechtsschutz

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Auto-Muenzstapel-137798742-FO-EisenhansAuto-Muenzstapel-137798742-FO-Eisenhans© Eisenhans / fotolia.com
Assekuranz

Neue KfZ-Regionalklassen für 2018

Wo werden Kfz-Versicherungen im kommenden Jahr teurer oder sogar günstiger? Nach der aktuellen Regionalstatistik werden knapp 5,5 Millionen Autofahrer in 67 Bezirken von günstigeren Regionalklassen profitieren. 3,6 Millionen Autofahrer werden heraufgestuft und in 305 Zulassungsbezirken bleiben die Regionalklassen wie sie sind.
Tueten-klein-groß-316990873-AS--faithieTueten-klein-groß-316990873-AS--faithiefaithie – stock.adobe.com
National

Kaufkraft der Rente: Große regionale Unterschiede vorhanden

Bei der Kaufkraft der Renten in Deutschland zeigen sich je nach Wohnort große Unterschiede. Diese variiert regional um bis zu 52 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von der Prognos AG für die Initiative „7 Jahre länger“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.
Anzugtraeger-Euro-Symbol-Mond-96768651-FO-Sergey-NivensAnzugtraeger-Euro-Symbol-Mond-96768651-FO-Sergey-Nivens
National

„Wir Deutschen und das Geld“

Über Geld spricht man nicht? Schade eigentlich! Denn dieses Thema ist allgegenwärtig und bewegt die Menschen, wie kaum ein anderes. Aber wie steht es ganz konkret um die Deutschen und ihre Beziehung zum Geld? Sind wir wirklich Weltmeister im Sparen? Wie steht es um unseren Arbeitseifer? Stimmt es, dass wir Deutschen ein Volk von Häuslebauern sind? Bedrückt es uns, wenn wir Schulden haben? Vertrauen wir darauf, dass unsere Renten sicher sind?
Jede zweite Frau (54 Prozent) würde gern mehr für den Ruhestand sparen, gibt aber an, es sich finanziell nicht leisten zu können.Jede zweite Frau (54 Prozent) würde gern mehr für den Ruhestand sparen, gibt aber an, es sich finanziell nicht leisten zu können.DALL-E
Fürs Alter

Frauen fürchten häufiger Altersarmut als Männer

Mehr als jede vierte Frau in Deutschland rechnet damit, im Ruhestand in Armut zu leben. Das zeigt der aktuelle AXA Vorsorge Report – und macht deutlich, wie groß die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Sorgen, Erwartungen und Sparverhalten sind.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht