UK: Familienabsicherung für Migranten per Smartphone
Das Commonwealth reagiert auf die Situation der Migranten: Viele versorgen die Familien in der Heimat, in der es keinen Zugang zu sozialen Sicherungssystemen gibt. Die Allianz kooperiert nun in Großbritannien mit Lebara, um hier Abhilfe zu schaffen.
Bisher müssen Migranten ihren Familien Geld über Transferdienste schicken, damit diese sich vor Ort versichern können, sofern es überhaupt ein Angebot dafür gibt. Die Kooperation zwischen dem Lebara und Allianz ermöglicht es Migranten in Großbritannien erstmals, ihre Familien mit wenigen Klicks zu versichern und den Service unkompliziert aus Großbritannien heraus zu bezahlen. Außerdem erhalten sie regelmäßig Updates zum Versicherungsstatus und zu erbrachten Leistungen. Das erste Produkt, ein Service für eine zweite ärztliche Einschätzung, ist kostenlos.
Mithilfe von Smartphones, oder mit jeglichem Internetzugang, können Kunden nun die Versicherungen anmelden. Ganz ohne Papier, ohne auf das Eintreffen von Unterlagen warten zu müssen. Die meisten Produkte, darunter auch der Service der zweiten ärztlichen Einschätzung, können digital und sofort bezogen werden. Viele der geplanten Versicherungsleistungen drehen sich um die gesundheitliche Versorgung. Hier ist ein großes Bedürfnis der Kunden vorhanden.
experten Report fragte bei Allianz im Bereich Emerging Consumers dazu nach, ob es Pläne gibt, einen derartigen Schutz auch in weiteren Ländern anzubieten. Nach Angaben des Unternehmens gibt es für einen Service dieser Art keine konkreten Pläne für Deutschland bzw. für weitere EU-Länder. Das Angebot ist bis dato auch nur in englischer Sprache verfügbar. Prinzipiell ließen sich fast alle Arten von Versicherungen und Assistance-Dienstleistungen in das Modell integrieren. Wobei es im ersten Ansatz um eine gesundheitliche Grundversorgung geht.
Eine weitere Frage gilt dem Konzept als solchem, können sich auch Familien damit insgesamt absichern, wenn sie durch die Migration in verschiedenen Ländern leben oder ist dies nur für ein europäisches Land mit Transfer in ein außereuropäisches Land möglich? Prinzipiell ist das Modell auf alle Fälle anwendbar, in denen ein Familienmitglied seine Verwandten oder Wertgegenstände schützen möchte, die sich in einem anderen Land befinden.
Bild: © Sergey Nivens / fotolia.com
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