Familien im Ausland: Versicherungslücken als Kündigungsfaktor

Veröffentlichung: 18.08.2025, 13:08 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Immer mehr Mitarbeitende gehen mit ihren Familien ins Ausland – und stoßen bei der Krankenversicherung auf organisatorische Hürden. Ohne digitale Lösungen drohen Versorgungslücken und steigender Druck auf HR-Abteilungen. Versicherungsexperte Benedikt Grass warnt: Wer diesen Bedarf unterschätzt, riskiert die Abwanderung wertvoller Fachkräfte.

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Benedikt Grass, CMO von PassportCardBenedikt Grass, CMO von PassportCardPassportCard

Der Wettbewerb um internationale Fachkräfte spitzt sich weiter zu. Mitte 2024 lebten bereits rund 300 Millionen Menschen außerhalb ihres Geburtslandes, bis 2035 dürfte diese Zahl auf über 350 Millionen steigen. Immer häufiger nehmen Berufstätige ihre Familien mit. Damit wächst der Bedarf an international funktionierenden Krankenversicherungslösungen deutlich: Laut Verified Market Reports steigt der Markt für internationale Familienpläne jährlich um 8,4 Prozent.

Vor diesem Hintergrund warnt Benedikt Grass, CMO von PassportCard: „Unternehmen, die den Absicherungsbedarf ihrer ins Ausland gehenden Mitarbeitenden und deren Familien unterschätzen, verlieren im Wettbewerb um internationale Talente schnell den Anschluss.“ Für ihn ist klar: „Die nächste Generation weltweiter medizinischer Absicherung wird entscheiden, welche Unternehmen im globalen Wettbewerb um Talente die Nase vorn haben.“ Digitale Policen, die nahtlos in Unternehmensprozesse integriert sind, könnten nach Einschätzung von Grass zum Gamechanger werden.

Belastungsprobe Schulstart

Besonders sichtbar werden die Probleme zum Schulstart im Ausland. Unterschiedliche Schulsysteme, medizinische Vorgaben und Fristen stellen Familien wie auch HR-Abteilungen vor große Herausforderungen. „Der Schulstart ist ein idealer Gradmesser: Wer hier gut aufgestellt ist, bindet Fachkräfte und sorgt für einen reibungslosen Start im Ausland“, betont Grass. Digitale Schnittstellen zwischen Versicherern und HR-Systemen reduzieren dabei nachweislich den organisatorischen Aufwand, während fehlende Integration zu Brüchen im Informationsfluss und manuellen Doppelarbeiten führt.

Schnittstellenintegration senkt Kosten

Branchenanalysen belegen, dass fehlende Schnittstellenintegration den administrativen Aufwand in international tätigen Unternehmen um bis zu 40 Prozent erhöhen kann. PassportCard setzt deshalb auf API-Anbindungen, die Versicherungsdaten direkt in ERP- oder HR-Systeme wie SAP einspielen. So lassen sich Genehmigungsprozesse beschleunigen, Papierdokumente reduzieren und Transparenz für HR- und Finanzabteilungen schaffen.

Persönliche Hilfe bleibt entscheidend

Trotz aller Digitalisierung betont Grass die Bedeutung des persönlichen Kontakts: „Wir reagieren darauf mit einem mehrsprachigen, rund-um-die-Uhr erreichbaren Kundendienst, bei dem echte Menschen helfen. Das schafft in Notlagen nicht nur Vertrauen, sondern wirkt als strategisches Bindungsinstrument für Unternehmen, die ihre Fachkräfte langfristig halten wollen.” Internationale Studien zeigen, dass familiäre Gründe – nicht berufliche – einer der häufigsten Abbruchfaktoren bei Auslandseinsätzen sind. Fehlende Unterstützung könne dazu führen, dass Expats vorzeitig zurückkehren oder das Unternehmen wechseln.

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