Indexpolicen verzinsen anders als klassische Verträge
Indexgebundene Lebensversicherungen haben oft eine andere Überschussbeteiligung als klassische Policen. Das zeigt eine Untersuchung des Anlegermagazins „Börse Online“.
Demnach zahlen nur fünf der betrachteten zwölf Anbieter von Indexpolicen dieselbe laufende Verzinsung wie bei Verträgen mit Garantiezins (AXA, LV 1871, Nürnberger, Stuttgarter und SV Sparkassenversicherung). Drei bieten mehr (Allianz, Condor und Volkswohl-Bund), drei offerieren weniger (Deutsche Ärzteversicherung, R+V, und Zurich Deutscher Herold). Der HDI fällt insofern heraus, als er keine Policen mit Garantiezins mehr anbietet und deshalb der Vergleichswert fehlt.
Den größten Unterschied gibt es beim Volkswohl-Bund (3,20 gegen 2,90 Prozent). Marktführer Allianz zahlt bei seiner Police „Indexselect“ 3,20 Prozent (gegenüber 3,10 Prozent bei der klassischen Version) und verzichtet dafür auf die sogenannten Schlussüberschussanteile. Ob sie tatsächlich an den Kunden fließen, entscheidet sich erst bei Vertragsende. Auch bei einigen anderen Anbietern fallen die Schlussüberschussanteile weg.
Die offiziellen Zahlen der Versicherer zu Indexpolicen müssen oft erst umgerechnet werden, um vergleichbar zu sein. So geben einige Anbieter die Daten ursprünglich nach Kosten an, während die Angaben für die klassischen Policen vor Kosten kalkuliert sind. Die Daten von „Börse Online“ sind bereits umgerechnet.
Die Versicherer setzen große Hoffnungen auf Indexpolicen als Alternative zu klassischen Verträgen. Doch ist auch bei dieser neuartigen Produktart die Überschussbeteiligung extrem wichtig. Denn am Beginn eines jeden Jahres entscheidet der Kunde, ob er sich die Überschussbeteiligung sichert, oder ob der Wert in eine Indexbeteiligung fließt. In letzterem Fall kann der Gewinn höher liegen als der Ausgangswert, oder schlimmstenfalls ganz ausfallen.
Die komplette Tabelle finden Sie hier.
Bild: © lassedesignen / fotolia.com
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