Noch vor wenigen Tagen verhandelten die USA und China über einen Nichtangriffspakt im Cyberspace. Jetzt wurden wieder neue Details bekannt, wie viele Daten den amerikanischen Behörden durch Cyberangriffe in den letzten Jahren gestohlen wurden. Darunter auch 5,6 Millionen Fingerabdrücke von US-Bediensteten.
Insgesamt sind laut Medienaussagen 21,5 Millionen Personen von dem Hack betroffen. Finanzinformationen , Sozialversicherungsnummern, Gesundheitsdaten, Telefonnummern und Geburtsdaten von , auch ehemaligen, Angestellten wurden gestohlen. Ebenso betroffen waren Unternehmen, die zivile Aufträge von Bundesbehörden erhalten hatten. Dadurch waren auch Privatpersonen betroffen.
Katherine Archuleta, die Direktorin des Office of Personnel Management (OPM), trat letzten Monat zurück, nachdem seit dem Frühjahr immer mehr Details über das Ausmaß des Datendiebstahls bekannt wurden. Diese Behörde ist unter anderem für Sicherheitsüberprüfungen von Angestellten , aber auch Bewerbern zuständig. Betroffen sind alle Personen, deren Daten seit dem Jahr 2000 vom OPM überprüft wurden. Die New York Times berichtet, dass Archuleta sich im Mitte Juni vor einem Untersuchungsausschuss verantworten musste. Sie konnte nicht zufriedenstellend erklären, wieso so viele Daten im System nicht verschlüsselt sind. Mein Mitglied des Ausschusses moniert, dass sich die Verantwortlichen des immensen Ausmaßes der Problematik nicht bewußt seien und sich verhielten wie Rehe im Scheinwerferlicht.
Die USA verdächtigen China, für die jahrelangen Cyberattacken verantwortlich zu sein. Die chinesische Regierung bestreitet dies vehement. Nichtsdestotrotz wurde ein Nichangriffspakt für Cyberattacken zwischen China und den USA geschlossen. Dieser erstreckt sich nicht auf Wirtschaftsspionage, ein weiteres heikles Thema zwischen den Mächten. Ob der Pakt Wirkung zeigen wird, bleibt abzuwarten.
Bild: © polygraphus / fotolia.com
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