Google investiert in Krankenversicherungs-Start-up

Veröffentlichung: 18.09.2015, 05:09 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Googles neuestes Investment geht in ein Versicherungs-Startup namens Oscar Health Insurance. Klein und im Moment lokal begrenzt, versucht das Unternehmen, Kunden von den großen und etablierten Konkurrenten auf dem amerikanischen Markt zu gewinnen. Doch was springt für Google dabei heraus?

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Oscar präsentiert sich primär als Gesundheitsdienstleister: Diagnosehilfe, Ärzte-, Klinik-Therapeutennetzwerk, Bonuspunkte über gute Werte auf dem Fitness-Tracker oder durch den Besuch eines Studios. Zum Schluss kommt man mit ein paar Klicks zum passenden Versicherungsangebot.

Oscar hat mehr als 350 Millionen Dollar eingesammelt, um die Expansion zu stemmen. Das Unternehmen will Daten und Technik so nutzen wie ein Internet-Service. Mehr als 40.000 Versicherungsnehmer haben in New York und New Jersey Verträge mit dem Unternehmen abgeschlossen. Es plant, den Service Anfang des nächsten Jahres auch in Kalifornien und Texas anzubieten.

Gewünscht ist die Verknüpfung von technischen Services, im medizinischen Bereich, und Versicherungsprämien. Denkbar ist dies zum Beispiel bei der Volkskrankheit Diabetes, wird im Forbes Magazine spekuliert. So könnte ein Glukose-Monitor die Daten des Versicherten ins System einspielen. Bei gutem Verhalten sinkt die Prämie, bei Vernachlässigung der Medikation wird's teurer - ähnlich wie bei den Telematiktarifen für Kfz. Interessant in diesem Zusammenhang auch die seit 2014 bestehende Zusammenarbeit von Google und Novartis bei smarten Kontaktlinsen, die u.a. ebenfalls Glukosewerte messen können.

Ein weiteres Signal, dass Google in den sogenannten "Life Science"-Sektor drängt, ist laut dem amerikanischen Technikportal "Digits" des Wall Street Journals die Abwerbung von Thomas Insel, bisher Direktor des "National Institutes of Mental Health", des weltweit größten Forschungsinstituts für mentale Krankheiten. Er will mit seinem neuen Team herausfinden, wie die digitalen Technologien bei psychischen Krankheiten eingesetzt werden können.

"Unser Traum ist es, die neuesten Technologien, die elektronische Mittel immer kleiner werden lassen, zu nutzen, um die Lebensqualität von Millionen zu verbessern," sagte Sergey Brin, Mitbegründer von Google, im Zusammenhang mit dem letztjährigen Novartis-Deal. Die totale Digitalisierung ist keine Zukunftsmusik mehr ...

Bild: © Syda Productions / fotolia.com

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