In Leipzig brennt's am häufigsten

Veröffentlichung: 26.08.2015, 07:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Leipzig ist die „Brandhauptstadt“ Deutschlands. Im Vergleich der fünfzehn größten Städte sind in der sächsischen Stadt fast doppelt so viele Versicherte von Brandschäden betroffen wie im Durchschnitt der übrigen Großstädte. Das ist ein Ergebnis des Generali-Risikoatlas „Haus und Wohnen''.

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Im Schnitt trifft es der Studie zufolge vier von 100 Leipzigern. Allerdings sind die Schäden selten groß – mit durchschnittlich 1.220 Euro betragen sie nur einen Bruchteil der Kosten, die bei Bränden in den anderen Großstädten entstehen.“ Für den Risikoatlas hat die Generali erstmalig 300.000 Schadenmeldungen im Bereich Wohngebäude- und Hausrat-Versicherung ausgewertet.

„Besonders teure Schäden verursachen Brände im Saarland. Hier sind die Schäden fast doppelt so teuer wie im bundesweiten Durchschnitt und belaufen sich auf 10.500 Euro pro Brandfall“, sagt Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement. Die durchschnittliche Schadenhöhe liegt in Deutschland bei 5.120 Euro. Überdurchschnittlich teure Schäden melden auch Bürger in Schleswig-Holstein (9.200 Euro), Baden-Württemberg (6.210 Euro), Niedersachsen (6.200 Euro), Rheinland-Pfalz (6.180 Euro), Hamburg (5.610 Euro), Nordrhein-Westfalen (5.600 Euro) und Hessen (5.340 Euro).

Östliche Bundesländer vorn

Die häufigsten Brände in Haus und Wohnung gibt es in den östlichen Bundesländern. Sachsen-Anhalt führt die Liste an (3,5 Prozent), gefolgt von Sachsen (3,2 Prozent) und Thüringen (3,1 Prozent). In Berlin, Hamburg und Baden-Württemberg gibt es dagegen die wenigsten Brandschäden. Zwar brennt es im östlichen Teil Deutschlands häufiger, aber die Feuerschäden liegen hier im Wert am niedrigsten. So verursacht ein Feuer in Brandenburg im Schnitt einen Schaden in Höhe von 2.400 Euro.

In Stuttgart brennt es selten – aber wenn, wird's teuer

Eher selten brennt es innerhalb von zehn Jahren in Stuttgart, nämlich bei nur einem Prozent der Versicherten. Dafür sind die Schäden hier mit durchschnittlich 9.710 Euro besonders hoch.

Im Bereich der Wohngebäude- und Hausrat-Versicherung hat die Generali Deutschland knapp 22.000 Feuerschäden aus den Jahren 2012-2014 ausgewertet und das Risiko auf zehn Jahre hochgerechnet. Analysiert wurden hierfür der Bestand der Generali Versicherungen und AachenMünchener. Für die entstandenen Schäden erbringen die beiden Versicherungsunternehmen pro Jahr Leistungen in Höhe von über 38 Millionen Euro.

Bild: (1) © tpsdave / pixabay.com (2) Generali Deutschland Holding AG

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