Betriebshaftpflicht: Rhion senkt Preise - Risiko für neue Sanierungen?
Mit einer groß angelegten Offensive senkt rhion.digital die Preise in der Betriebshaftpflichtversicherung. Für 359 Betriebsarten aus Handel, Handwerk und Dienstleistung gelten die neuen Konditionen bis zum 1. April 2026. Ziel ist es, das Gewerbegeschäft im Maklervertrieb zu stärken und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.

Nach Angaben des Unternehmens will rhion.digital Maklern damit die Möglichkeit geben, Bestände zu optimieren und neue Zielgruppen anzusprechen. Rückenwind gibt es durch aktuelle Studien: In der AssCompact-Marktstudie „Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2025“ belegt rhion.digital in der Betriebs- und Berufshaftpflicht den ersten Platz bei der Weiterempfehlung (81 Prozent). Zudem bescheinigen Makler dem Versicherer hohe Produktqualität, schnelle Antragsbearbeitung und eine zuverlässige Schadenregulierung. Auch im Ranking der „fairsten Maklerversicherer“ von Focus Money und ServiceValue verteidigte rhion.digital 2025 die Note „sehr gut“.
Erinnerung an die Vergangenheit
Trotz der positiven Studienergebnisse bleibt die Frage, wie nachhaltig die aktuelle Preisoffensive tatsächlich ist. In den vergangenen Jahren hatte rhion in einigen Sparten die Zeichnung über Pools eingeschränkt und Bestände gestrafft. Die aktuelle Preissenkung wirft deshalb die Frage auf, wie rhion.digital diesmal sicherstellen will, dass die Konditionen zwar attraktiv, aber zugleich risikoadäquat kalkuliert bleiben.
Experten.de wandte sich an den Versicherer und fragte: Besteht nicht die Gefahr, dass sich rhion.digital durch solch eine Aktion ‚schlechtes Geschäft‘ einkauft und somit auf mittlere Sicht gezwungen sein wird, Sanierungen durchzuführen? Kann sich also etwas wiederholen, wie es mit Blick auf Wohngebäude und Kfz zuletzt erfolgt ist?
Jochen Becker, Abteilungsleiter Maklervertrieb rhion.digital, hielt dagegen: „Wir haben sehr sorgfältig geprüft, bei welchen Betriebsarten eine stärkere Fokussierung sinnvoll sein könnte. Die wichtigsten Parameter unserer Prüfung waren, bezogen auf die Betriebsarten, die Relevanz im Klein-Gewerbe- und KMU-Segment, die Schadenverläufe sowie die Passung zu unseren Deckungskonzepten. Daneben bleiben alle Bewertungskriterien, die wir vor Angebot und Risikoübernahme prüfen, natürlich unverändert bestehen. Eine Negativselektion müssen wir entsprechend nicht befürchten“, so der Manager.
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