Helvetia und Baloise gründen gemeinsamen Konzern
Zwei Schweizer Traditionshäuser machen Ernst: Mit der Zustimmung ihrer Aktionäre zur Fusion zur Helvetia Baloise Holding AG entsteht eine der größten Versicherungsgruppen Europas – mit klaren Ambitionen über die Landesgrenzen hinaus.
Mit überwältigender Mehrheit haben die Aktionäre von Helvetia und Baloise auf ihren außerordentlichen Generalversammlungen grünes Licht für die Fusion der beiden Versicherungsgruppen gegeben. Die neue Holding mit Sitz in Basel firmiert künftig unter dem Namen Helvetia Baloise Holding AG. St.Gallen bleibt weiterhin ein zentraler Standort. Der Vollzug der Transaktion ist für das vierte Quartal 2025 geplant – vorbehaltlich kartell- und aufsichtsrechtlicher Genehmigungen.
„Vertrauen der Aktionäre als Startsignal“
„Wir schätzen das Vertrauen, das unsere Aktionärinnen und Aktionäre uns heute entgegengebracht haben. Aufbauend auf dieser soliden Grundlage setzen wir uns dafür ein, die Zukunft der Schweizer Versicherungsbranche zu gestalten“, erklärt Thomas von Planta, aktueller Verwaltungsratspräsident der Baloise und designierter Verwaltungsratspräsident der neuen Gruppe. Mit vereinten Kräften wolle man die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit im heimischen und europäischen Markt sichern und erhöhen.
Thomas Schmuckli, Verwaltungsratspräsident der Helvetia, betont das Potenzial des Zusammenschlusses: „Nun ist es an uns, diesem Vertrauen Rechnung zu tragen und die Ziele des Zusammenschlusses erfolgreich umzusetzen. Unser hoch motiviertes Führungsteam unter der Leitung von Group CEO Fabian Rupprecht ist dank seiner umfassenden Expertise bestens aufgestellt.“
Zweitgrößter Versicherer der Schweiz – Top 10 in Europa
Die neue Gruppe wird gemessen an der Marktkapitalisierung zur zweitgrößten Versicherungsgruppe der Schweiz aufsteigen und gehört künftig zu den zehn größten börsennotierten Versicherern Europas. Das Geschäftsvolumen beläuft sich auf rund 20 Milliarden Schweizer Franken. Helvetia Baloise wird in acht Ländern aktiv sein, inklusive eines globalen Geschäfts mit Spezialversicherungen.
Die Fusion gilt als Zusammenschluss unter Gleichen: Beide Unternehmen sind ähnlich groß, operieren auf komplementären Märkten und sehen großes Synergiepotenzial. Die kulturelle Nähe beider Versicherer – mit jeweils über 160 Jahren Unternehmensgeschichte – soll dabei helfen, den Integrationsprozess möglichst reibungslos zu gestalten.
Zu Jahresbeginn 2025 sorgte ein Interview mit Cevian-Chef Lars Förberg für Irritationen, über die auch Experten.de berichtete. Förberg, dessen Fonds auch Anteile der Baloise hält, sprach sich für eine Konzentration auf den Schweizer Kernmarkt aus.
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