Jugendliche verfügen im Schnitt über 427 Euro im Monat – Jungen deutlich besser gestellt

Veröffentlichung: 10.12.2024, 10:12 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Jugendlichen stehen monatlich im Durchschnitt 427 Euro für private Ausgaben zur Verfügung. Jungen haben jedoch deutlich mehr finanziellen Spielraum als Mädchen, zeigt die Jugend-Digitalstudie der Postbank. Auch Online-Banking und Cybersicherheit spielen eine große Rolle im Finanzverhalten der jungen Generation.

(PDF)
cms.zdjxcDALL-E

Die repräsentative Jugend-Digitalstudie der Postbank zeigt, dass Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren monatlich durchschnittlich 427 Euro zur Verfügung stehen. Doch die finanzielle Lage ist je nach Geschlecht ungleich verteilt: Während Jungen im Schnitt 516 Euro pro Monat ausgeben können, müssen Mädchen mit durchschnittlich 330 Euro auskommen. Mit steigendem Alter wächst der finanzielle Spielraum der Jugendlichen – 18-Jährige verfügen mit 519 Euro über das meiste Geld, 16-Jährige kommen auf durchschnittlich 311 Euro.

Geld vor allem auf Girokonten

Die bevorzugte Methode der Geldanlage bleibt das Girokonto, das 50 Prozent der Jugendlichen nutzen. Spar- und Festgeldkonten folgen mit 33 Prozent. Auch das Tagesgeldkonto gewinnt an Bedeutung und wird mittlerweile von 14 Prozent der Befragten genutzt – ein Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch haben 13 Prozent der Jugendlichen nach wie vor keine eigenen Konten oder andere Geldanlageformen.

Online-Banking weit verbreitet

Die Mehrheit der Jugendlichen setzt auf Online-Banking: 77 Prozent derjenigen mit eigenem Konto nutzen diese Möglichkeit, um beispielsweise den Kontostand abzufragen oder Überweisungen zu tätigen. Besonders beliebt ist die Nutzung mobiler Apps – 47 Prozent loggen sich über eine Smartphone-App ein, 35 Prozent greifen über das Online-Banking-Portal ihres Kreditinstituts zu. Das Durchschnittsalter für den Start ins Online-Banking liegt bei 15 bis 16 Jahren.

Verbesserte Cybersicherheit und Datenschutzkenntnisse

Jugendliche sind beim Einstieg ins Online-Banking selten auf sich allein gestellt: 94 Prozent nehmen Unterstützung in Anspruch, meist von ihren Eltern (72 Prozent) oder direkt von ihrer Bank (37 Prozent). Die Banken spielen auch eine wichtige Rolle in Sachen Cybersicherheit, indem sie über Hackerangriffe und Phishing informieren. Der Anteil der Jugendlichen, die nichts über die Gefahren von Phishing wissen, ist auf neun Prozent gesunken – ein Rückgang um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Die Studie zeigt zudem, dass Jugendliche immer besser über den sicheren Umgang mit persönlichen Daten informiert sind. Sowohl Banken als auch Eltern leisten hier einen wichtigen Beitrag. Digitale Tutorials und Warnhinweise sollen den sicheren Umgang mit Banking-Apps weiter fördern.

Über die Studie:
Die „Jugend-Digitalstudie“ der Postbank untersucht seit 2019, wie sich das Leben Jugendlicher in Deutschland im Bezug auf die Digitalisierung und dabei besonders mit Blick auf Finanzthemen verändert. Dafür wurden im September dieses Jahres in Deutschland 1.000 Personen zwischen 16 und 18 Jahren befragt. Um die Struktur der Bevölkerung repräsentativ abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei diente der Mikrozensus 2023 des Statistischen Bundesamtes. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Während kontaktloses Bezahlen fast flächendeckend akzeptiert ist, fehlt bei komplexen Finanzfragen weiterhin das Vertrauen in automatisierte Beratung.Während kontaktloses Bezahlen fast flächendeckend akzeptiert ist, fehlt bei komplexen Finanzfragen weiterhin das Vertrauen in automatisierte Beratung.DALL-E
Studien

Digitalstudie: Deutsche misstrauen KI bei der Geldanlage

Digitale Bankgeschäfte sind längst Alltag – doch bei der Geldanlage bleibt künstliche Intelligenz für viele Deutsche tabu. Die neue Postbank Digitalstudie zeigt: Während kontaktloses Bezahlen fast flächendeckend akzeptiert ist, fehlt bei komplexen Finanzfragen weiterhin das Vertrauen in automatisierte Beratung.
DALL-E
Studien

Jeder Zweite wünscht sich KI-Hilfe bei Versicherungsanträgen

Fast jeder zweite Deutsche wünscht sich Unterstützung durch Künstliche Intelligenz beim Ausfüllen von Versicherungsanträgen. Eine neue Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt: Die Offenheit für digitale Hilfen ist groß – doch bei bestimmten Anwendungen ziehen viele klare Grenzen.
Marc Thamm, Product Head Technology, Media, Communications bei HiscoxMarc Thamm, Product Head Technology, Media, Communications bei HiscoxHiscox
Studien

Künstliche Intelligenz im Praxistest: Zwischen Investitionsboom und Sicherheitslücke

Künstliche Intelligenz wird in der Dienstleistungsbranche immer stärker eingesetzt – doch vielen Unternehmen fehlen Absicherungsstrategien, Know-how und ein klarer regulatorischer Kompass. Die Hiscox KI-Umfrage 2025 zeigt, wo Investitionen blühen – und wo Risiken unterschätzt werden.
Bazoom AI
Digitalisierung

Digitale Wallets: Ein Leitfaden für sicheres und effizientes Finanzmanagement

Digitale Wallets revolutionieren die Art und Weise, wie wir mit Geld umgehen. Sie bieten nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch Sicherheit in der digitalen Welt. Doch was müssen Sie wissen, um Ihr digitales Finanzmanagement optimal zu gestalten?

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht