Berufsunfähigkeit richtig absichern
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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt, neben der Privathaftpflichtversicherung, zu den auch von Verbraucherschützern unbedingt empfohlenen Absicherungen. Der Markt der Anbieter ist groß. Was beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsabsicherung wichtig ist.
Berufsunfähigkeit? Das betrifft mich nicht. Ich bin jung, ich arbeite im Büro, es gibt doch einen gesetzlichen Schutz. Die Statistik zeigt jedoch andere Fakten. Jeder vierte Deutsche wird zumindest zeitweise berufsunfähig, quer durch alle Altersgruppen. Gefährdet sind nicht nur Berufsgruppen, die körperlich schwer arbeiten. Auch bei den klassischen "sitzenden Berufen" im Büro kommt es immer häufiger zu Berufsunfähigkeit (BU).
Die mit Abstand häufigsten Ursachen sind psychische Leiden wie Depressionen – laut Branchenverband GDV in 30 Prozent aller BU-Fälle. Es folgen mit je knapp 20 Prozent Erkrankungen am Bewegungsapparat sowie Krebs. Betroffene können nur auf eine geringfügige gesetzliche Erwerbsminderungsrente zählen: Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren ist, erhält nur noch eine Erwerbsminderungsrente bei teilweiser Erwerbsminderung von durchschnittlich 637 Euro und bei voller Erwerbsminderung von durchschnittlich 894 Euro pro Monat.
Wer sein Einkommen absichern will, muss sich vor den finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit schützen – als Arbeitnehmer und Beamter genauso wie als Selbstständiger und Freiberufler. Das Einkommen ist die Basis von allem. Im Fall der Fälle zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung die vereinbarte Rente solange die Berufsunfähigkeit besteht. Worauf kommt es beim Vertragsabschluss an?
- Die Rente aus der Versicherung muss ausreichend hoch sein. 75 bis 80 Prozent des derzeitigen Nettoeinkommens sind ein Richtwert.
- Der monatliche Beitrag muss ins Budget passen. Es gibt Versicherer, die mehrere Tarifvarianten mit unterschiedlichen Leistungen anbieten.
- Einige Anbieter bieten zusätzliche Services wie Rehamaßnahmen etc. an. Es sollte genau überlegt werden, was sinnvoll und bezahlbar ist.
- Es lohnt sich, die Anbieter zu vergleichen. Allerdings sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Das heißt nur Anbieter mit vergleichbarem Leistungsspektrum, vor allem im Schadenfall, vergleichen.
- Rechtzeitig vorsorgen. In den ersten fünf Berufsjahren gibt es nur eingeschränkten, lückenhaften gesetzlichen Schutz. Speziell für Schüler, Studenten und Berufseinsteiger bieten einige Versicherer "Starterpolicen" an, die in den ersten Jahren der Laufzeit bei gleichen Bedingungen einen günstigeren Preis haben. Später, wenn das Einkommen steigt, steigt dann der Preis der Police auf den vorher festgelegten "Endbetrag".
- Die Versicherung auswählen, die im Leistungsfall auch wirklich zahlt. Es lohnt sich, auf die "Leistungsquote" zu achten. Dieser Wert gibt etwas vereinfacht gesagt an, in wie viel Prozent der eingereichten Fälle der Versicherer tatsächlich zahlt. Einfach mal den Begriff "googeln", dann werden Vergleiche angezeigt. Die R+V zählt mit einer Leistungsquote von 89,46 Prozent (Quelle MORGEN & MORGEN BU-Rating 04/2024) zu den Versicherern mit den besten Werten.
"Günstig ist nicht immer gut", erklärt Nadine Jung, Spezialistin für die Absicherung der Berufsunfähigkeit bei der R+V Versicherung. Eine BU-Versicherung schließt man in der Regel nur ein Mal im Leben ab. Es ist ein langfristiger Vertrag. In der Vergangenheit ist es im Markt vorgekommen, dass es während der Vertragslaufzeit zu Erhöhungen des Zahlbeitrages kam. Das Institut für Finanz-Markt-Analyse (Infinma) hat im Jahr 2023 eine Umfrage zur Stabilität des Zahlbeitrags in der Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht. Hierbei hat die R+V Versicherung die höchste Note bei der Beitragsstabilität erhalten. Seit mehr als 21 Jahren gab es hier keine Beitragserhöhung mehr.
Gute Zusammenarbeit spart viel Stress. Wenn der Versicherer im Leistungsfall rasch einen persönlichen Ansprechpartner anbietet, der sich um alle Belange des Kunden in dieser schwierigen Situation kümmert, erleichtert und beschleunigt das vieles.
Noch ein Tipp für Selbstständige: Vor einer BU-Rentenzahlung prüfen viele Versicherer, ob es dem Selbstständigen zuzumuten wäre, den Betrieb umzuorganisieren. Das kann zu einer Ablehnung der Leistung führen. Die R+V Versicherung verzichtet auf diese Prüfung.
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